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Ist Mut blauäugig?

Gestern Abend habe ich einen Anruf von einer Freundin erhalten, die ich als eine der mutigsten Frauen betrachte, die ich kenne. Sie hat es allein geschafft, ihren Sohn groß zu ziehen und das in widrigen Umständen. Immer kämpfen, nie loslassen, ist ihre Devise. Ein Beispiel, dem man nur folgen kann. Dennoch waren Zweifel in ihrer Stimme zu hören. Sie fragte sich, mit einem gewissen Recht, ob ihr Mut nicht zu blauäugig sei? Ob sie mit harten Parolen die Lage weiter meistern könnte? Völlig neue Töne, die mir eine innere Unsicherheit verrieten. War ihr unbeugsamer Glaube an die Zukunft erschüttert? Mit über 65 steht man ganz schön allein mit seinen Problemen da, war die Aussage. Mit ihrer minimalen Rente würde sie doch nicht weit kommen. Das Ersparte würde sie im Nu verbrauchen, und dann?

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Karl Feldkamp: Vergangenheitsbewältigung

Karl Feldkamp

 

Vergangenheitsbewältigung

Die Zukunft liegt hinter mir. Ohne es zu bemerken, muss ich sie irgendwann eingeholt haben. So wünsche ich es mir jedenfalls. Dann könnten Geschäftemacher und Politiker mir ihren Fortschritt nicht mehr als Attraktion verkaufen.

Unverdrossen lebe ich jetzt humaneren Zeiten entgegen, in denen selbst von Kaufleuten nicht mehr alles nur mit Zahlen und Zahlungsmitteln gemessen wird.
Als Helfer rückschrittlicher Statistikfanatiker kann dann selbst der komfortabelste und schnellste Computer, der bekanntlich nur immer bis zwei zählt, Menschen und ihre Lebensäußerungen nicht weiter auf jene eingeschränkte Zählweise einschränken.

Doch zurzeit sind vor allem Statistiken für jene Wirtschaftfortschrittler anerkannte Zaubermittel, mit denen Politik gemacht und Gewinne gemessen werden. Fast nichts ist für einen heutigen Politiker ehrenrühriger als der Vorwurf, nicht die neuesten Zahlen der Meinungsforscher zu kennen.
Kann der politische Gegner neuere Zahlen präsentieren, hat er damit alle gerade noch aktuellen Argumente unhinterfragbar widerlegt.

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Januar 23rd

Karl Feldkamp

Das Haus der Zukunft

Das Haus der Zukunft

Sie saßen alle im Halbdunkel des Wohnzimmers auf der geräumigen Ledercouch. Das bläuliche Licht des eingeschalteten Großbildfernsehers, auf dem irgendeine Tier-Doku lief, erhellte flackernd ihre apathischen Gesichtszüge. Keiner schien dem Geschehen auf dem Bildschirm großartig Beachtung zu schenken. Sie sahen müde aus. Müde und unglücklich! Dabei hatten sie gar keinen Grund, unglücklich zu sein! Schließlich kümmerte ich mich aufopferungsvoll um sie. Ihr Wohl war meine Daseinsberechtigung. Ich liebte sie alle! Nie hätte ich zugelassen, dass ihnen irgendein Leid geschieht. Und doch waren sie unglücklich!

Dabei waren sie zu Anfang so stolz gewesen, die erste Familie zu sein, die in mir, – dem neuen „Haus der Zukunft“1) wohnen durfte. Viel war damals in der Presse über die neue Generation von „intelligenten“ Häusern geschrieben worden. Häuser, die ausgestattet mit den fortschrittlichsten Computern und vernetzten Haushaltsgeräten ihren Bewohnern viele Aufgaben abnehmen und so deren Alltag bemerkenswert erleichtern konnten. Dies reichte von einfachen Dingen wie der Regulierung der Raumtemperatur bis hin zu komplexen Aufgaben, wie dem Einkauf von Lebensmitteln über das Internet, wenn die im Haus vorhandenen Lebensmittel zu Neige gingen.

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Lars Anders: Zukunftsperspektiven

Das warme Licht der heraufziehenden Abenddämmerung fiel durch das Fenster meines Büros und tauchte die gegenüberliegende Wand in ein blasses Rot. Nur das schlürfende Geräusch der Kaffeemaschine durchbrach die abendliche Stille. Abwartend starrte ich mit meinem Kaffeebecher in der Hand auf die Glaskanne, die sich viel zu langsam mit der von mir so begehrten schwarz-braunen Flüssigkeit füllte.

Kaffee war für mich stets mehr als ein Genussmittel gewesen: Kaffee war eine Überlebensstrategie! Dies galt insbesondere dann, wenn auch nach acht Stunden Arbeitszeit der Feierabend noch lange nicht in Sicht war.

Ungeduldig riss ich die Kanne aus der Kaffeemaschine und goss mir ein, während einige Tropfen des kostbaren Gebräus auf die heiße Metallplatte der Maschine fielen und dort augenblicklich verdampften. Hastig stellte ich die Kanne zurück. Langsam ließ ich mich auf meinen Bürostuhl sinken und gönnte mir einen großen Schluck.

Dann wandte ich mich wieder meinem Monitor zu.

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Dezember 22nd

Kurzgeschichten

Lars Anders

Generation Zukunft

bei Youtube: am 20.10.2011

Das Bundesministerium des Innern und die Bertelsmann Stiftung haben 125 engagierte junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren, mit und ohne Migrationshintergrund, die „aktiv" die Zukunft/Politik mitgestalten wollen, eingeladen, über die gemeinsame Zukunft in Deutschland diskutieren.

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Oktober 31st

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In vino veritas

Heute sollte ich zufrieden sein. Ich bin zu Besuch bei meiner Tochter in Berlin. Als Großvater gibt es nichts Schöneres, als sich mit seinem Enkel zu befassen, mit ihm sorglos zu spielen. Aber wenn ich ihn beobachte frage ich mich, wie seine Zukunft aussehen wird?
Was wir seit Monaten erleben stimmt mich nicht gerade optimistisch. Ich habe das Gefühl mich in einem Hühnerstall kurz vor dem Besuch des Fuchs´ zu befinden! Lauter flatternde Gestalten, die kopflos von einer Ecke zur anderen flüchten.
„Das sollte Sie an etwas erinnern, liebe Frau Merkel!“ Sie aber steckt lieber ihren Kopf in den Sand. Nein, sie wird niemals zugeben, dass ihre Regierung ein Häufchen Elend ist. Was sich in Berlin abspielt, ist auch in Paris oder Rom zu beobachten. Keine klare Linie mehr; sinnloses Geschwätz, das die schon sehr angespannte Lage verschlimmert.
Und David? – Mit fast einem Jahr wird er sich noch keine Gedanken über die Politik machen. 

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Oktober 31st

Pierre's Meinung

Pierre´s Special: Kapitalismus ohne Aussicht?

Bis jetzt galt immer noch die Devise, dass der Markt alles regeln kann. Ist der dirigistische Staat out? Was wir heute erleben, ist eine Pleite auf allen Ebenen. Die Nationen geben ein Bild der totalen Verunsicherung von sich. Die Hühner flattern herum, als ob der Fuchs ihnen einen Besuch abstatten würde.
Nicht anders bei den Kapitalisten. Diejenigen, die unentwegt nach weniger Staat rufen, erwarten von den Politikern Initiativen, die sie nicht einhalten können. Anstatt nach Lösungen zu suchen, um den Aufschwung anzukurbeln, machen sie Panik! Ich verachte diese Haltung! Sie zeigt, wie sehr wir jahrelang die Potenz der Wirtschaft überbewertet haben. Nur kurzfristiges Denken, dass zwangsläufig zur Pleite führen wird. Kein Wurf!

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August 21st

Pierre's Meinung

2020 – Zukunftsausblick für erneuerbare Energien

gesehen bei YouTube:  messelive.tv – Stromversorgung im Jahr 2020 (Reportage)

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Februar 26th

Videos