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M wie Macht
Das ABC der Staatskunst
M wie Macht
Was die Menschen alles tun, um ihre Machtgier zu erfüllen, hat die Geschichte gezeigt. In ihrem Namen wurde geraubt und getötet. Ganze Völker somit vernichtet! Und dann? Ist sie nur eine Illusion? Macht ist genauso vergänglich wie das Leben. Am Ende bleiben nur ein paar nichtssagenden Knochen übrig, und das war es! Das wissen die Meisten, aber die Versuchung, andere zu beherrschen, scheint ihnen den Verstand vernebelt zu haben. Macht ist der Motor der Politik. Wer keinen Machtinstinkt besitzt, bleibt auf der Stelle stehen. Das ist nicht gerade das Ziel unserer Oberen.
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Karl Feldkamp: Nicht so einfach wie Normalbürger denken…
Nicht so einfach wie Normalbürger denken…
Eigentlich lassen sich Menschen leicht beherrschen: Mache ihnen Angst oder nutze ihre bereits vorhandene und gewähre ihnen dagegen (angeblich) notwendigen Schutz.
Viele Politiker scheinen die Durchschaubarkeit ihres Machtverhaltens zu meiden wie der Teufel das Weihwasser und Vampire Knoblauchzehen. Allerdings haben auch Mandatsträger ihre Ängste, vor allem die vor Machtverlust. Könnte der ihnen doch jenes Erhabenheitsgefühl nehmen, um dessen Schwinden sie mindestens ebenso fürchten wie Wohlstandsbürger um Wohlstandseinbußen.
Zwangsläufig dürfen Machthaber weder ihre Angstmache noch ihre eigenen Ängste aufdecken, denn ängstliche Machthaber hätten als Beschützer ein Glaubwürdigkeitsproblem. Daher versichern sie ihren Wählern möglichst glaubhaft, die politische Materie sei äußerst kompliziert.
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Von Angesicht zu Angesicht: Machtspielchen
Machtspielchen!
Die Macht:
Ich bin so stark und werde deshalb dich besiegen!. Warum wäre ich sonst die Macht! Schwächlinge haben auf dieser Welt nichts zu verlieren. Nur Typen wie ich, können etwas bewirken. Wir haben den Willen unseren Willen euren Willen entgegen zu setzen! Gut so! Nur somit weißt du überhaupt, was du willst!
Die Ohnmacht:
Von wegen. Wenn ich mich in deinem hartnäckigen Schädel einniste, bist du gelähmt. Ich habe nicht nötig große Sprüche zu verbreiten, um Macht auszuüben. Ich verhalte mich ruhig. Niemand könnte mich beschreiben, weil ich das Rampenlicht vermeide. Großmäuler wie du sollten sich in acht nehmen.
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Ist Macht Ohnmacht?
Es ist nicht erforderlich zur Politik zu schielen, wenn es um die Macht geht. Das ist ein Virus, der jeden befallen kann; eine Form des Überlebenskampfes. Wer die Zügel in der Hand hat, sollte besser über die Zukunft bestimmen können, aber das ist nicht der Fall. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Macht blendet und somit die Realität verwischt. Menschen, die davon befallen sind, sehen nur sich im Mittelpunkt. Was um sie geschieht, nehmen sie nicht mehr wahr. Ganz einfach, weil sie sich nicht ablenken lassen wollen. Einfluss zu üben geht nicht ohne kollaterale Schäden. Macht bedeutet Gewalt, sei es physisch oder seelisch.
Das spielt sich auch mit geringeren Folgen in der Demokratie ab. Wer Vorne stehen will, muss Ellenbogen haben. Er kann nicht auf seine Mitmenschen Rücksicht nehmen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass es anders geschehen kann. Bedeutet das, die Leute zu missachten? – Ja! Wer vornehm vorgehen will, bleibt sonst auf der Stelle stehen. Er muss, ganz im Gegenteil, zuschlagen. Das erzeugt zwangsläufig Frust und Unmut. Der Beweis, dass die Macht für die meisten von uns sehr unverdaulich ist. Lohnt sich der ganze Aufwand? Lohnt sich das Risiko, isoliert da zu stehen? Wenn diese Frage gestellt würde, hätten wir viel weniger mit der Willkür zu tun. Es würde bedeuten, dass zuvor nachgedacht wird. Das das nicht immer der Fall ist, erfahren wir jeden Tag.
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Die Macht der Worte
Nein, ich werde keine Behörde in die Luft jagen; werde nicht mit einer Knarre auf Polizisten schießen und keine zahlreiche Unschuldige in einem Amoklauf umlegen! Ich finde diese Art von Gewalt abscheulich. Rein sachlich bringt sie nichts. Sie ist kontraproduktiv!
Und die Revolutionen? Können sie friedlich durchgeführt werden? Ich bin nicht so naiv, es zu glauben und doch würde ich die Macht der Worte vorziehen. Das ist meine Waffe. Sie kann durchaus auch Schmerz zufügen; Menschen zum Krieg ermuntern; den Heldentod verherrlichen. Deshalb ist es so wichtig, die Worte mit Bedacht einzusetzen.
Der Tod von Văclav Havel hat mich zu diesem Kommentar inspiriert. Der tschechische Dramaturg und Präsident hat mit der Sprache das ehemalige ,kommunistische Regime in Prag bekämpft und hat, ohne eine Kugel zu schießen, für den Umsturz gesorgt. Das ist mehr als bemerkenswert. Respekt Herr Havel! Das ist der Beweis, dass auch Literaten etwas in der Gesellschaft bewegen können. Dass ihre Worte die Ungerechtigkeit bekämpfen können.
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Denken? – Gift für die Macht!
Auf einer Tagung in Genf am 18. November 2011 hat die deutsche Therapeutin, Pädagogin und Schriftstellerin Clara Welten ihren philosophischen Kurs für Kleinkinder vorgestellt. Er hat als Ziel, die Kids zum Nachdenken zu animieren. Das tun sie instinktiv, aber werden oft von der Welt der Erwachsenen daran verhindert. Viele Eltern haben Angst, keine Antworten parat zu haben und wollen nicht als Versager da stehen.
Die Grundidee dieser Initiative finde ich sehr wertvoll. Sie ist nicht nur kindergerecht, vielmehr ein Signal in Richtung Gesellschaft. Auch uns Erwachsene könnte es nicht schaden, mehr nachzudenken.
Aber das ist nicht gewollt. Wer denkt, könnte Unruhe stiften, und das stört.
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Essen! I(s)st! Macht!
Essen. Is(s)t. Macht!
Jetzt mal ehrlich: Wie oft landen bei Ihnen Lebensmittel in der Tonne?
Weil der Salat welk wirkt, das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder weil man einfach zu viel gekauft hat und keiner mehr die Dinge wegfuttern mag?
Wie oft kaufen wir etwas, von dem wir nicht immer wissen, woher es kommt und nehmen dafür Massentierhaltung in Kauf oder auch miese Löhne, weil wir ja so preisbewusst sind?
Zugegeben, ich bin auch keine Heilige, aber ich fing an, umzudenken und das schon vor einiger Zeit. Ich finde die Tatsache, dass jährlich 20 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall landen, ziemlich ekelhaft und irritierend.
Wann wurde Essen zum Wegwerfartikel? Wieso behandeln wir unsere Lebensmittel so respektlos, nur weil sie „billig“ und wir immer noch zu oft „geil“ auf Billiges sind?
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Zeitbombe Pakistan
Der Fall Osama Bin Laden hat gezeigt, wie unzuverlässig Pakistan als Alliierter sein kann. Der Al Qaida-Chef wurde offensichtlich von manchen Kreisen unterstützt, und ebenso die Taliban-Bewegung in Afghanistan. Die Liebe zu den USA war schon immer mehr als fraglich. Was die Machthaber interessiert, sind allein die Milliarden, die für die Armee und andere Prestigeprojekte vom Westen subventioniert werden. Es scheint so zu sein, dass Pakistan in der Region eine Machtrolle spielen will.
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Sich an die Macht krallen
Regieren mach doch so viel Spaß, nicht wahr Herr Brüderle?- Was muss geschehen um einen Politiker zum Abschied zu bewegen? Ein Erdbeben? Eine herbe Wahlschlappe? Keineswegs! Wer sich an seinen Stuhl klammert, bleibt der Gewinner! Da sind sich die Herren Gaddafi und Gbagbo einig. Auch Herr Berlusconi ist Mitglied dieser Gilde.
Vielleicht ist das eine Eigenschaft, die zur Politik gehört. Die Wähler gut einseifen und alles gleiten lassen? – Es geht hier aber nur um Eitelkeit; nicht um das Wohl der Bürger! Das sind Primadonnen, die nur eines im Kopf haben: ihre Arien bis zum bitteren Ende zu singen, egal welchen Schaden sie anrichten. In diesem Sinne ist Herr Brüderle zwar nicht dazu zu zählen, aber sein Starrsinn nützt der FDP wenig. Es geht hier nicht um seine Leistungen; viel eher um das Gespür, was gut ist oder nicht. Die Macht scheint ihn blind gemacht zu haben. Es ist anzunehmen, dass die FDP weitere Quittungen dafür einstecken wird!
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