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Fragen an HG Albrecht (14)

Hans-Günter Albrecht

 

Als Polizeibeamter müssen Sie Zugriff zu privaten Daten haben.
Wie stehen Sie dazu, wenn daraus ein Geschäft gemacht werden soll?

Das wäre nicht in meinem Sinne. Meiner Meinung nach ist das moralisch verwerflich, die Bürger können meines Wissens bei ihrer Anmeldung ein sogenanntes Widerspruchsformular ausfüllen. Aber es sieht ganz danach aus, als ob George Orwell Recht hatte, als er in seinem Roman „1984“ den gläsernen Bürger vorhergesehen hat.


Ist der Datenschutz eine sichere Sache?

Nein, obwohl die Daten immer wieder geprüft und auch gelöscht werden, da gibt es ja Fristen, die einzuhalten sind. Aber all das, was von Menschen bearbeitet, geändert oder gesammelt wird, ist von einer gewissen Unsicherheit geprägt. Es gibt immer irgendwelche Lücken im System, auch wenn es noch so sicher erscheint.

Wie gehen Sie mit privaten Daten um? Ist das nicht manchmal äußerst delikat?

Nein, eigentlich nicht. Ich habe damit keine Probleme und behalte die Erkenntnisse daraus für mich. Natürlich ist es manchmal schon interessant, was man so alles erfahren kann über seine Mitmenschen. Aber das sollte man ausblenden, wenn es um professionelle Arbeit geht.

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Juli 16th

Allgemein

Um die Liebe: Wer bin ich?

Oliver:
Wer bin ich? Was bin ich? Wenn ich es nur wüsste. Beim Rasieren sehe ich einen Mann im Spiegel, stelle mir aber die Frage, ob es wirklich der Fall ist? Ich muss zugeben, dass ich mein ganzes Leben nie Geschlechtsverkehr hatte. Fehlt mir das? Wenn ich es nur wüsste? Bin ich nur eine Hülle?

Pierre:
Wie ist es dazu gekommen? Hast du nie etwas für Andere empfunden? Bedeutet das nicht eine erdrückende Leere? Wie konntest du Jahrzehnten lang, dich damit abfinden? Wäre der Besuch zu einem Therapeuten nicht eine Lösung gewesen? Wenn ich dich so betrachte, sehe ich keinen Anlass, warum es so kam.

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Um die Liebe: Liebeskummer! Ich verdamme dich!

Franziska:
Ich habe zugesagt, mit Ihnen über den Liebeskummer zu sprechen, weil ich ihn als eine Notwendigkeit empfinde, um wirklich lieben zu können. Er ist bei mir immer im Hintergrund vorhanden. Er lauert auf die kleinste Panne und schon erfasst er mich. Er zeigt mir, wie vergänglich die Gefühle sein können, dass die Leidenschaft gepflegt werden muss, wie ein sehr wertvolles Gut.

Pierre:
Bedeutet das für Sie, dass sie die Liebe als eine sehr gefährdete Angelegenheit betrachten? Dass die Katastrophe immer eintreffen kann? Ein falsches Wort; eine irre führende Reaktion und schon entstehen Spannungen, die zu einer Eskalation führen können.

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Mai 13th

Allgemein

Um die Liebe: Ich leide unter Liebesentzug!

Maria:
Das wird Ihnen merkwürdig vorkommen, als Erwachsene leide ich noch immer unter den Liebesentzug, den ich als Kind erfahren habe. Als mein Vater meine Stiefmutter heiratete, hat er mich einfach verworfen. Ich wusste damals nicht, warum er das tat. Wie sollte das auch sein? Jetzt bin ich in der Lage, sein Verhalten besser zu analysieren und doch bleibt der Schmerz tief in mir verankert.

Pierre:
Das bedeutet, dass der Verstand nicht alles richten kann. Was sich einmal im Herz eingenistet hat, ist kaum auszumerzen. Hat das Folgen für Ihr Leben gehabt? Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen etwas Entscheidendes geraubt wurde? Wie kommen Sie heute damit aus?

Maria:
Sein Liebesentzug hat meine ganze Laufbahn zerstört. Das klingt vielleicht übertrieben, aber das ist eine Tatsache. Mein Vater hat mir einfach die Kraft entnommen, die ich benötigt hätte, um das zu erreichen, was mir vorschwebte. Sie werden mir sagen, dass ich allein für mein Dasein Verantwortung trage. Das ist exakt, aber in meinem Fall trifft das nicht unbedingt zu!

Pierre:
Es gibt eine menge Menschen, die unter widrigen Umständen es zu etwas gebracht haben. Auch Sie haben es irgendwie geschafft und das trotz Liebesentzug. Versuchen Sie nicht eine Entschuldigung zu finden, indem Sie Ihren Vater für das nicht erreichen, Ihrer Träumen verantwortlich machen?

Maria:
Wie können Sie das beurteilen? Sie haben, wie Sie es mir sagten, nie so etwas durchgemacht. Ich bin eine sensible Frau und habe meinen Vater sehr vermisst. Er hat mich Jahren lang seelisch verfolgt. Ich hätte ihm so gern beweisen wollen, dass ich etwas Besonderes bin, aber er blieb taub!

Pierre:
Wollen Sie damit deuten, dass Sie ihm Ihr ganzes Leben gewidmet haben? Das kann doch nicht Ihr ernst sein. Ist es nicht die Aufgabe der Kinder sich zu emanzipieren?

Maria:
Das können sie nur tun, wenn sie Liebe erfahren haben. Auch wenn ich meinen Vater hasse, sollte für das, was er mit angetan hat, bleibt er in mir stecken. Er lässt mich nicht los! Können Sie das nicht vollziehen? Das ist für mich eine ungeheuerliche Last. Er übt auf mich eine Art Mobbing.

Pierre:
Das stellen Sie sich vor; das geschieht allein in Ihrem Gehirn! Ihr Vater ist schon längst gestorben. Wie Sie mir sagten, hatten Sie nicht die Gelegenheit gehabt, eine Aussprache mit ihm zu haben.

Maria:
Das hätte ich gerne getan aber heute ist es mir bewusst, dass es wenig gebracht hätte. Wenn es um Gefühle geht, ist es schwierig, sie in Worte umzusetzen. Hätte mein Vater die Kraft gefunden, sich selbst zu stellen? Ich habe meine Zweifel.

Pierre:
Aber Sie hätten somit einen Ballast über Bord werfen können. Das hätten Sie allein für sich getan; nicht für die Andere. Das sollte Ihnen klar sein.

Maria:
Ja schon, aber vergessen Sie nicht, dass man auf dieser Welt nie allein ist. Auch wenn mein Vater sich taub gestellt hätte, hätte er mich anhören müssen. Das wäre mir gut bekommen, auch wenn der Zug schon längst abgefahren ist.

Pierre:
Können Sie nicht einfach alles vergessen; in die Zukunft blicken?

Maria:
Nein, das schaffe ich leider nicht. Fragen Sie mir nicht warum. Es gibt Dinge, die man nicht erklären kann.

Pierre:
Bedeutet das, dass Sie bis zu Ihrem Tod damit leben müssen?

Maria:
Ja, was bleibt mir anderes übrig? Aber sehen Sie, ich versuche, meinen Kindern so viel Liebe wie möglich zu schenken. Das ist, wenn Sie so wollen, meine Revanche. Ich akzeptiere, dass sie mir vorwerfen, könnten sie damit zu ersticken. Aber besser das als den Liebesentzug!

//pm

Link zum Thema Vaterliebe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Vaterliebe

Um die Liebe: Ohne Eifersucht keine Liebe?

Pierre:
Ich weiß nicht, warum du dich von Manfred in dieser Art behandeln lässt. Er ist ganze Zeit hinter dir her; quält dich mit seiner Eifersucht. Du kannst keinen Schritt machen, ohne von ihm verfolgt zu werden. Das bräuchtest du dir nicht gefallen zu lassen! Du machst Karriere; bist materiell keineswegs von ihm abhängig!

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Von Angesicht zu Angesicht: Schatz, wir sind eins!

Doris:
Pierre, ich gebe es gern zu, ich bin völlig hörig. Bernd ist mein Fels in der Brandung, mein Leuchtturm! Ohne ihn wäre ich verloren, wüsste nicht, wohin ich mich bewegen sollte! Ich habe mein ganzes Leben auf ihn gerichtet. Ich atme mit ihm; ich empfinde so wie er; ich liebe ihn, wie er sich das wünscht! Er …

Pierre:
Hör doch auf! Es wird mir schlecht! Und was hast du mit deiner Persönlichkeit gemacht? Ist sie völlig flöten gegangen? Bist nur noch eine Larve? Doris, das ist zum Kotzen. Mit Liebe hat das nichts zu tun! Und dein Depp? Genießt er das? Hast du ihn gefragt, ob es ihm recht ist?

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Von Angesicht zu Angesicht: Jennifer und das Standesamt

Pierre:
Jenny, du bist eine moderne Frau; du lebst voll und ganz in deiner Zeit. Du hast einen tollen Job und könntest leicht davon leben. Und doch willst du Jörg heiraten. Hast du nicht Angst einen Teil deiner Freiheit somit zu opfern? Ist nicht zu befürchten, dass du ihm somit mehr Mitsprache einräumst?

Jenny:
Du hast sicherlich in vielen Punkten recht, aber ich habe es ein wenig satt, in wilder Ehe zu leben. Wir sind einander verpflichtet, aber nur auf einer freiwilligen Basis. Solange wir uns lieben, sehe ich keine Probleme; aber was nun, wenn es zu Spannungen kommt? Jörg könnte theoretisch seine Koffer packen und das wäre …

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Von Angesicht zu Angesicht: Oliver im Zwiespalt

Pierre:
Ich habe nicht oft die Gelegenheit gehabt, im Paradies ein Interview zu führen. Dort habe ich Oliver getroffen, der eines Tages sich aus Verzweiflung erhängt hatte. Er war schwul aber konnte es nicht zugeben, weil die Bürger der kleinen Stadt ihn und seiner Familie diskriminiert hätten. So seine Vorstellung.

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Von Angesicht zu Angesicht: Charlotte: Krebs? Kann mich gerne haben!

Charlotte:
Als ich vom Arzt erfuhr, dass ich einen bösen Krebs hatte, brach die Welt für mich zusammen. Was würde aus meiner Familie werden? Wie würde mein Mann reagieren? Sehr schnell kam aber die Erkenntnis, dass ich nur allein mein Schicksal meistern konnte; dass ich den Kampf unbedingt aufnehmen musste!

Charlotte:
Sag mir nur nicht, dass du allein das schaffen würdest. Du brauchst die Unterstützung deiner Angehörigen; deiner Freunden. Niemand ist in der Lage allein aus solch einer Lage sich zu retten. Lügt dir nichts vor! Du weißt, warum du kämpfen musst und das ist in solch einem Fall wesentlich.

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April 30th

Allgemein

Pierre Mathias

Von Angesicht zu Angesicht: Helmut – Schattenboxen

Helmut:
Ich sage dir, früher war es anders. Wir hatten Theaterdirektoren und Regisseure, die vom Gewerbe eine Ahnung hatten. Heute sind es oft Nullen! Ich war ein angesehener Schauspieler, der ständig auf Trab war. Die waren doch nicht blind: Vollprofis wurden bevorzugt. Nicht Flittchen und unreife Jünglinge wie heute!

Helmut:
Das wiederholst du zum tausendsten Mal. Was nützt es dir immer in die Vergangenheit zu wühlen, sag Helmut? Außerdem gibt es heute auch sehr gute Mimen. Du kannst nicht alles niedermachen, nur weil du frustriert bist! Anstatt zu jammern, solltest du dich bemühen den Anschluss wieder zu finden!

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April 29th

Allgemein

Pierre Mathias

Von Angesicht zu Angesicht: Ilse – Im Abseits?

Ilse:
Es ist mein gutes Recht Distanz zu bewahren. Als alte Frau muss ich mich nicht anbiedern. Wenn die Leute etwas von mir wollen, können sie mich ansprechen. In diesem Fall werde ich immer freundlich sein, aber das bedeutet bei Weitem nicht, dass ich mich öffnen muss. Mein privates Leben geht mir allein etwas an. Niemand hat sich einzumischen!

Ilse:
Ich finde es ganz schön Würde zu zeigen; sein Beet vor Eindringlingen zu bewahren, aber die Gefahr besteht, dass man am Ende völlig allein da steht. Ilse, gut Manieren hin oder her, ich habe sehr Angst vor der Einsamkeit. Wer würde sich um mich kümmern, wenn es mir schlecht geht? Keine Verwandten in Sicht; keine Kinder!

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April 28th

Allgemein

Pierre Mathias

Von Angesicht zu Angesicht: Sonia – Stehe ich mir im Wege?

Sonia:
Ich bin restlos glücklich. Ich übe meinen Traumjob aus; habe keine Sorgen den Monat zu überstehen; kann mir schöne Reisen leisten. Wenn ich denke, wie es den Hartz Vierern ergeht, kann ich nur dankbar sein. Ich brauche mir den Kopf nicht zu zerbrechen, wenn ich neue Klamotten kaufen will! Der Griff zur Plastikkarte und schon ist das Kleid in der Tüte!

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April 26th

Pierre Mathias