Volker Pispers: Lüge des Kapitalismus
bei Youtube: 3sat – 7.2.11
Volker Pispers: Lüge des Kapitalismus
bei Youtube: 3sat – 7.2.11
Volker Pispers: Lüge des Kapitalismus
"Zückerchen"
Ach Gottele! Ein "Zückerchen" für die Restchen der FDP …!
Wenn das der Herr Wirtschaftsminister verzapft hätte, sähe man sich wieder einmal genüsslich in entsprechenden Vorurteilen bestätigt und wäre sogar geneigt, ihm nachdrücklich einen integrativen Sprachkurs zu empfehlen. Zu seinem Glück ist ihm das "Zückerchen" nur nachgeschmissen worden.
Hinwiederum, der stolze Recke Kurt vom Rhein tischt dieses bon mot auf: für Deutschland, aus Deutschland – aus dem finstersten Binger Loch wahrscheinlich. Dass er nicht gleich mit 'Klümpchen' geschossen hat …;
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Die Sicherungsverwahrung
"Ja, aber Sie sind doch die Kommunikationsabteilung!"
"Ja, Herr Präsident!"
"Herr Niedermaier, jetzt tun'S halt bittschön nicht so! Mir ist der Schmarrn ja auch übergezogen worden …"
Wie ein Pariser, ha? Ja, da schau her …!
Niedermaier kontrolliert seine Mundwinkel streng auf das momentan vereinbarte Stillhalte-Abkommen.
Ist doch immer wieder interessant, wie sich Führungskräfte mit zunehmender Hilflosigkeit im selbst ausgelegten Netz ihrer Sprachfallen verwurschteln! »Eigentlich« fehlt jetzt noch. Schauma halt amal ….
"… also, mir ist das ja auch nur bestellt worden"
"Gradso bedauerlich, Herr Präsident!"
"Jetzt hören'S halt bittschön auf mit dem obstinaten »Präsident«! Herr Niedermaier, ich weiß, es ist eine –"
Der Herr Präsident nimmt einen kleinen Anlauf für den angedachten Begriff und sucht ostentativ Niedermaiers Blick:
"– Scheiß-Arbeit!"
© Siegmund Läps
bei Youtube: .2009
„Die deutsche Durchschnittsfamilie und der Mindestlohn- und was günstige Frisuren mit komplizierten makroökonomischen Zusammenhängen zu tun haben.
Ein Beitrag aus der Satiresendung extra3 des NDR.
Stadt sucht Land
Idealisierte Vorstellungen haben sie beide: der Stadterer und der Dorferer.
In dem Maß, wie der eine über die heile Welt im Dorf spinntisiert, phantasiert sich der andre die städtische Freiheit zurecht.
Pech für beide, dass sie dabei Entstehen und Wirken verwechseln, denn grundfalsch ist Beides nicht.
Das Dorf, das der Stadterer 'mit seiner Seele sieht', ist ein Museums-Dorf; natürlich kann er so was heutigentags anschauen.
Dann wird’s etwas komplexer: Erstens sieht nicht die Seele, sondern das Auge, zweitens unterscheiden die meisten Sprachen – allen voran die Mundarten – sehr wohl zwischen Schauen und Sehen.
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Sankt Martin
Er muss schon ein außergewöhnlicher Bischof gewesen sein, dieser Martin von Tours – übrigens kein Reiseveranstalter.
So dasig, dass ihn seine Schäfchen fürs Hirtenamt im Bischofsrang aus dem Geflügelstall herausziehen haben müssen, weil er sich nicht Nein sagen getraut hat. Mein Gott, und so einer kriegt dann eine Führungsposition!
Gut, das war jetzt im spätrömisch dekadenten vierten Jahrhundert. Heutigentags wär das unmöglich.
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Die "€-Krise"
Ein Arzt als Wirtschaftsminister: Mein lieber Schwan! Das wäre der erste Mediziner, der eine Ahnung von Wirtschaft hätte. Der geht doch nicht einmal in eine!
Die noblen Gastronomie-Tempel, in denen "Ihr Arzt oder Apotheker" für gewöhnlich verkehren, haben mit einer Wirtschaft nicht mehr viel gemein.
Insolvenz wird der Herr Minister allerdings schon einmal gehört haben; das soll ja bei den medizinischen Kollegen ab und zu vorkommen …; meistens wird sie jedoch mit Konkurs verwechselt. Aber er hat ja einen kompetenten Minister-Flüsterer: sein Vorgänger. Der betätigt sich in der Volks-Wirtschaft; dem Vernehmen nach mit großer Leidenschaft. Aus der schöpft er auch sein Flüster-Potenzial.Irritierenderweise hat nun der deutsche Wirtschaftsminister diesmal gar nicht so unrecht. Man kennt das: das mit dem blinden Huhn. Den Korn hat höchstwahrscheinlich der Minister-Flüsterer entdeckt und für den Chef sublimiert ….
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Frau Leiche:
Was soll dieses ganze Spektakel? Die ganzen Jahre, die ich mit dir verbracht habe, waren äußerst karg. Du hast mir kein einziges Schmuckstück geschenkt, kein Kleid! Und jetzt diese Monster-Beerdigung! Zum Kotzen!
Herr Witwer:
Sie ist nur der Beweis unserer Liebe. Ich bin völlig am Boden zerstört.
Frau Leiche:
Hast du an mich gedacht? Ich hätte auf all dies verzichten können. Das habe ich dir oft gesagt, aber du hast keine Notiz davon genommen. Anstatt an mich zu denken, sind deine Gedanken nur auf dich selbst gerichtet. Mit meinem Tod willst du dein Ego wieder aufpolieren, zeigen, welch toller Kerl du bist!
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"Der gute Ton"
Da müssen ja die Fetzen geflogen sein – richtige Wortfetzen!
Und das wegen diesem saudummen Dingsbums-Schirm. Die hätten doch nur den Herrn Entwicklungshilfeminister fragen brauchen, was ein Rettungsschirm tatsächlich leisten kann: bestenfalls eine dezent abgemilderte Bruchlandung ohne jede Zielrichtung. Vorausgesetzt, die Chose öffnet sich überhaupt rechtzeitig. Eine Musterlösung mit sehr zweifelhaftem Wert, sozusagen.
Herr Möllemann würde die Hintergründe ohne Weiters verstehen; ja, nun: würde, wie gesagt.
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Frau Vagina:
Starren Sie mich nicht so an! Eine Frau besteht nicht nur aus einer Vagina! Wir haben ein Anrecht auf ein wenig mehr Achtung! Machen Sie sich nichts vor, wir haben genauso viel Verstand als ihr Mannsbilder.
Herr Penis:
Ihr Charme ist überwältigend, Frau Vagina. Mir kommen Gefühle hoch, die ich kaum beschreiben kann. Sie verführen mich und verlangen im gleichen Zug, dass ich den Kopf nicht verliere. Das ist unmenschlich!
Frau Vagina:
Was sie Gefühle nennen ist reine Lust. Sie sind nur auf Sex fixiert. Es ist für sie irrelevant, wer hinter der Vagina steht. Merken Sie nicht, wie verletzend solch eine Haltung ist.
Herr Penis:
Ich bin daran nicht schuld! Gott hat mich so geschaffen…
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Herr Besserwisser:
Wenn du denkst, dass man mich reinlegen kann… Das kannst du dir abschminken. Ich habe mein Geld so angelegt, dass ich damit meine Rente verdoppeln kann. Mein Bankberater hat….
Herr Zweifler:
Das sind alle Banditen, Sepp. Du wirst ausgepresst wie eine Zitrone. Merkst du das nicht?
Herr Besserwisser:
Ich spiele mit dem Herbert Bridge. Niemals würde er mich hineinlegen. Das tut man nicht unter Freunden. Die Anlagen bringen mir mehr als 8%. Da bleibt dir die Spucke weg!
Herr Zweifler:
Ich halte mehr vom Sparschwein. Er spukt mir keine Renditen,bewahrt aber dafür alles, was man ihm anvertraut. Es ist mein bester Freund.
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Herr Zauberlehrling:
Sehen Sie Herr Nörgler, was sich in Fukushima abgespielt hat, ist eine Naturkatastrophe. Ohne das Erdbeben wäre alles beim Alten geblieben. AKWs sind in der Regel total sicher. Anstatt alles zu zerreden, sollten Sie positiv denken!
Herr Nörgler:
Kommen Sie mir nicht mit Ihren dummen Sprüchen. Sie sollten endlich erkennen, Herr Zauberlehrling, dass Sie auf unser Kosten mit dem Feuer spielen.
Herr Zauberlehrling:
Anstatt mich wüst zu beschimpfen, sollten Sie sich bewusst sein, dass ich einen Beitrag für den Fortschritt leiste. Wenn ich SIhnen folgen würde, müsste ich auf die Öllampe zurückgreifen. Ich möchte nicht im Mittelalter leben!
Herr Nörgler:
Na klar, lieber der Friedhof! Das ist eine wunderbare Perspektive. Merken Sie nicht, dass was Sie Fortschritt nennen, nur zum Tod führt? Eine Teufelsküche!
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