Archive Journalismus

Colos-Saal Aschaffenburg

Colos-Saal Aschaffenburg

Ein musikalisches Kulturgut in Aschaffenburg – autonom und lebendig 1984 durch die Brüder Günther und Claus Berninger als konzeptionelle Umsetzung einer Live-Musikkneipe und Gastronomie ins Leben gerufen. Der Colos-Saal (Berninger Musik und Gastronomie GmbH) ist einer der Nominierten des PRG LEA in der Kategorie „Club des Jahres“, eine Auszeichnung von der Initiative Musik, eine Einrichtung des Bundes zur Förderung der Musikwirtschaft. Mehr als verdient, wie ich finde.

Die Philosophie des Colos-Saal: „Wir bringen hochklassige Geschichten und Unterhaltung. Kunst und Unterhaltung sind bei uns gleichberechtigt, es gibt keinen Unterschied zwischen High Quality und Pop und Kommerz", so Claus Berninger in einem Interview. Eine Besonderheit des Clubs ist der „Real Music Lovers- Button“, ein Gütesiegel, bei dem Konzertbesucher nach dem dritten Stück den Saal verlassen und ihr Eintrittsgeld zurück verlangen können, sollten sie keinen Gefallen an der Performance finden. Grund dafür ist der Gedanke, hier musikalisch ein mehr als phantasievolles, künstlerisch ausgereiftes Konzerterlebnis zu empfehlen und somit Klangerlebnisse – auch abseits des Gewohnten – und dazu im Bereich Pop, Rock, Jazz hochkulturelle Leistungen zu präsentieren.

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Journalismus heute: Quo vadis?

Einen ganzen Monat lang haben ich mich mit den Medien beschäftigt. Durch fiktive Portraits und Interviews den Versuch unternommen, die heutige Situation zu definieren.

Als ich anfing, dachte ich, dass ich einen Scherbenhaufen hinterlassen würde. Jetzt merke ich, dass das nicht der Fall ist.Im Gegenteil! Wer denkt, dass das Internet der Tod der Presse bedeutet, liegt meiner Meinung nach falsch. Das Netz bietet uns die Möglichkeit, uns frei auszudrücken. Ich persönlich fühle mich ungebundener als früher, als ich jeden Fetzen Text dem Redakteur unterbreiten musste.

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August 31st

Journalismus

Journalismus heute: Die Schere im Kopf!

Markus ist Medienspezialist und schreibt zahlreiche Artikel über die Branche. In Talk-Shows wird er oft als Experte eingeladen. Er kennt persönlich alle wichtigen Akteure und unterhält mit einigen von ihnen ein freundschaftliches Verhältnis. Das wird ihm öfter vorgeworfen. 

Er sollte in der Lage sein, neutral über die angespannte Lage in den Medien zu berichten, aber ist eher vorsichtig. Schielt er nach höheren Posten? Will er eines Tages Chefredakteur oder Intendant werden? Wenn es so wäre, müsste er kompromissbereit sein. Das passt aber nicht so recht zur Position eines Journalisten! Markus ist sich dessen bewusst, aber weiß nicht, wie er sich verhalten soll. Ein Spagat zwischen Karriere und Aufrichtigkeit!

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August 30th

Journalismus

Journalismus heute: Standhaftigkeit kann tödlich sein!

Hier geht es um Leo. Er war Redaktionsleiter der Innenpolitik bei einer großen Tageszeitung.

Am Anfang seiner Laufbahn war er eher moderat. Es kam ihm darauf an, kein Gift zu versprühen.Mit der Gesellschaft konnte er sich halbwegs arrangieren und fand keinen Anlass, sie zu sehr zu kritisieren. In dieser Zeit hätte jeder ihn als angepasst bezeichnet. Hinzu kam, dass er starke Unterstützung aus einflussreichen Kreisen erhielt, die ihn mehr oder weniger unter Druck setzten.

Mit den Jahren verschärfte sich sein Denken Er stieß auf Vorfälle, die er strikte ablehnte. Er konnte nicht mehr darüber schweigen und entschloss sich, seine Haltung völlig zu verändern. Er veranlasste die Journalisten, die er betreute, zu mehr Mut. Die Berichte, die er drucken liess, wurden immer schärfer. Vor allem kämpfte er gegen die Korruption und das mit einem gewissen Erfolg.

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August 29th

Journalismus

Journalismus heute: Der Laienjournalist!

Was die können, kann ich auch!“ Das sagt Dieter, seitdem er auf im Netz Artikel schreibt. Diese Meinung teilen zahlreiche User, was eine Entwertung des Journalismus bedeutet.

Was ist passiert? Seit einigen Jahren steht es schlecht mit der Profession. Viel zu viele Laien haben Zugang zu den Redaktionen gefunden und betrachten sich heute als Profis. Da sie sich meistens anpassen, ist das notwendige Profil verloren gegangen. Diese Kollegen werden vom Publikum nicht mehr Ernst genommen.

Die Glaubwürdigkeit der Presse hat dadurch einen herben Schlag bekommen. Das ist die Erklärung von Dieter. Er will beweisen, dass er viel engagierter ist und scheut sich nicht, Kritik zu üben. Sein Ziel ist es, dem Journalismus wieder auf die Beine zu verhelfen, indem er die Mitwirkenden zu mehr Mut animiert.

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August 28th

Journalismus

Journalismus heute: Silvia, die Online-Journalistin

Silvia arbeitet für das Portal einer prominenten politischen Zeitschrift. Jahrelang hat sie Artikel geschrieben, die gedruckt wurden. Jetzt werden sie einfach online verbreitet. 

Das hat ihre Arbeitsweise geändert. Sie steht unmittelbar mit den Usern in Kontakt und muss in der Lage sein, sehr schnell zu reagieren, wenn Fragen oder Kritik auftauchen. Anders als bei den Leserbriefen, ist die Zeit äußerst begrenzt. Zum ersten Mal ihrer journalistischen Tätigkeit „fühlt sie den Leser“. Sie muss sich ständig mit ihm auseinandersetzen. Das findet sie faszinierend.

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August 27th

Journalismus

Journalismus heute: John, der Pressesprecher

Nein, das hatte sich John nicht vorgestellt, als er noch in der Journalistenschule studierte. Er wollte Reporter werden. Ein Traum, den er nicht verwirklichen konnte.

Heute ist er Pressesprecher eines Waffenkonzerns. Er, der nie einer Fliege etwas angetan hätte, muss der Presse die Vorzüge eines Panzers erklären!

Aber es geht auch um sehr viel mehr. Die Rüstungsindustrie hat nicht unbedingt einen guten Ruf. Mit ihr verbindet der Bürger oft unlautere Geschäfte und selbstverständlich den Krieg. Die Rolle von John besteht darin, den Eindruck zu erwecken, dass es hier nur um den Frieden geht. „Wer sich nicht verteidigen kann, bringt das ganze Gleichgewicht ins Wanken“.

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August 26th

Journalismus

Journalismus heute: Nachrichten à la France!

Hervé ist Leiter der Nachrichtenredaktion in einer öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt. Durch politische Verbindungen wurde er an diesem Posten gesetzt und weiß sehr genau, wem er verpflichtet ist. Daher ist es nicht erstaunlich, dass er der Regierung wohl gesonnen ist. 

Um aber den Anschein der Unabhängigkeit zu bewahren, kommt auch die Opposition zu Wort, aber fast immer an zweiter Stelle, sei denn sie steht unter Beschuss. Wenn seine Freunde in Bedrängnis sind, wird die Sendung mit belanglosen Themen bestückt, um den Zuschauer in die Irre zu führen. In einem vom Staat gelenkten Fernsehen kann es nicht anders sein.

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August 25th

Journalismus

Journalismus heute: Angela, die Mode Besessene!

Nach ihrem Germanistik-Studium wusste Angela nicht so recht, was sie damit anfangen könnte. Sie wollte unter keinen Umständen Lehrerin werden. Durch Zufall wurde sie Volontärin bei einer Modezeitschrift. Der tagtägliche Umgang mit dem Schönen wurde für sie zur Besessenheit. Alles drehte sich um den Luxus. Eine Welt, die sie bisher nicht gekannt hatte, da sie aus einer Arbeiterfamilie stammte. Die Gelegenheit für sie, ihre Vergangenheit über Bord zu werfen.

Aber mit der Zeit wurde ihr immer klarer, dass das nur Staffage war. Machten sich die Modemacher etwas vor? Lebten sie in einer irrealen Existenzvorstellung? Unter ihnen auch wahre Künstler, die mit sich selbst nie zufrieden sind. Zerrissene Wesen, die nach einem Ideal suchten. Waren es die Modells, die auf den Steg ihre Klamotten präsentierten? Angela machte sich immer mehr Gedanken über den Begriff Schönheit und schrieb darüber. Auch Portraits über Modeschöpfer, dies aber sehr differenziert. Das wurde ihr zum Verhängnis. Viele Artikel wurden abgelehnt, weil sie einfach störten.

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August 24th

Journalismus

Journalismus heute: Harry, der Polizeireporter!

Wie Harry so schön sagt: „Meine Rolle ist es, in der Scheiße zu wühlen!“

Sein Geschäft besteht darin, dramatische Vorgänge dem Publikum eindrucksvoll zu vermitteln. Es geht um Raub und Mord, um Unfälle oder Naturkatastrophen.Immer wenn etwas passiert, ist er an Ort und Stelle. Mit den Jahren hat er sich bei der Polizei gute Freunde gemacht, die ihn mit Informationen bedienen. Sein Ehrgeiz besteht darin, immer der Beste zu sein.

Wer tagtäglich mit menschlichem Niedergang oder dem Tod konfrontiert ist, sollte starke Nerven haben. Harry beherrscht sein Metier durch die Routine, aber in letzter Zeit merkt er, dass die Vorfälle, die er bearbeitet, ihn immer mehr rühren. Bisher hatte er das Gefühl, sie wie ein Aktenzeichen behandeln zu können. Das Schicksal der Menschen glitt an ihm ab. Die einzige Chance, nicht durchzudrehen!

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August 23rd

Journalismus

Journalismus heute: Die Illusion der Macht!

Als Volker zum Chefredakteur einer großen Zeitung ernannt wurde, stellte er sich vor, Macht ausüben zu können. Er hatte sich vorgenommen, sich für den kritischen Journalismus einzusetzen. 

Dazu führte er neue Strukturen ein. Nur Kollegen, die sich als mutig erwiesen hatten, sollten den Vorzug haben. Sehr schnell musste er feststellen, dass die Geschäftsleitung und die Aktionäre anders tickten. Es ging ihnen vor allem darum, die Wirtschaft zu schonen. Es wurde ihm zwar ein wenig Freizügigkeit eingeräumt, aber sehr in Maßen. Um ihn zu neutralisieren, wurden konservative Journalisten eingestellt, die die Meinung der etablierten Gremien vertraten: konform, ohne Biss! Er wollte sie feuern, aber musste nachgeben. Das Argument: „Damit verschaffen Sie sich woanders Freiheiten!“

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August 21st

Journalismus

Journalismus heute: Herr Fußball!

Seit der frühsten Kindheit ist Frank von Fußball gefesselt. Er hat in verschiedenen Amateurvereinen gespielt und weiß wovon er spricht.

Nach der Journalistenschule hat er eine Stelle in einer Sportredaktion gefunden. Seine erste Aufgabe ist, über die Spiele und das Fußballgeschäft zu berichten. Die zweite fällt ihm nicht so leicht. Er würde sich eher als Idealist betrachten. Das ist der Grund, warum die finanziellen Machenschaften ihn anwidern. Darüber kann er aber nicht offen schreiben; sonst hätte er keinen Zugang zu den Klubs mehr. Dieser Zustand stört ihn gewaltig!

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August 20th

Journalismus