Archive Petra M. Jansen

Petra M.Jansen: Mein Hirn, mein Sack, mein Konto

Mein Hirn, mein Sack, mein Konto

Deutschland, ich liebe deine Schubladen. Fein sortiert, nichts bleibt unaufgeräumt. Herrlich! Commercials machen sich lustig nach dem Motto „mein Haus, mein Boot, mein Auto.“ Samstags wird der Rasen gemäht, pünktlich um halb sieben wird zu Tisch gerufen. „Ach, mein Leben ist so wunderbar glänzend gelaufen bisher. Es ging immer alles glatt.“

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Interview mit Tom STRYDER

Interview mit Tom STRYDER (Musiker, Entertainer, Veranstalter)
geführt mit Petra M. Jansen

Tom, du bist seit vielen Jahren sehr erfolgreich im Rockbusiness. Sag uns doch mal, wie lange schon und mit welchen Projekten und Bands du aktiv Musik machst.
Angefangen hat das alles ´92, das war sozusagen die Initialzündung. Erst kam die Schülerband, dann eine Metal Band in Gießen. 2003 kam ein Freund vorbei und sagte „dann lerne ich jetzt Bass und wir machen eine eigene Band auf.“ Das war der Beginn von ZorngigglZ, dieses Jahr haben wir 10jähriges und es stand nie ein kommerzieller Gedanke dahinter. Wir sind alle seit vielen Jahren auch echte Freunde und dadurch hat das Ganze Bestand.

Wie fing Deine Laufbahn als Musiker an? Du warst erst semi-professionell unterwegs und bist nun Vollzeit-Musiker. Erzähl uns mal ein bisschen darüber. Wie schafft man das, in diesem schwierigen Business so lange zu überleben und – vor allem – als Berufsmusiker zu überleben?
In den Neunzigern war das alles noch Hobby, selbst die ZorngigglZ waren zuerst als Fun gedacht. Ich habe eine Ausbildung zum Rundfunk- und Fernsehtechniker gemacht und später an der SAE noch den Tontechniker drangehängt. Als Vollerwerb mache ich das erst seit einem halben Jahr. Auslöser war Ärger in der Firma und ich dachte „das ist der Schubs zur Tür raus und es läuft gerade so gut mit der Musik“. Das war der eigentliche Grund zu sagen, jetzt steige ich voll ein und bisher läuft es so, wie ich es geplant hatte. Mut gehört halt auch dazu.

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Petra M.Jansen: Wohin des Weges?

Wohin des Weges?

Wenn sie das wüsste. Sie wusste nicht wohin, nicht woher und schon gar nicht warum. Stand sie schon einmal da? Hier an dieser Stelle? Oder schien es nur so, wie schon mal da gewesen und eine Wiederholungstat? Tat sie eigentlich überhaupt etwas dazu oder war es ihr verdammtes Schicksal, das sie auf der Stelle treten ließ?

Wenn sie das wüsste. Sie wusste nicht woher und sie wusste nicht was nun. Sie stand schon einmal genau an dieser Stelle und war genauso ratlos wie vorher. Es ging einst vorwärts, dann ein wenig um die Ecke, dann auf der Überholspur weiter, dann folgte der Crash. Das Leben ist halt so.

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Petra M.Jansen: Schau dir deine Freunde an

Petra M.Jansen - Signet

 

Schau dir deine Freunde an

 

Du siehst dich. Es ist genau das, was du selbst bist. Man sucht sich keine Freunde, die nicht den eigenen Werten entsprechen. Niemand teilt freiwillig seine Zeit mit Leuten, die unerträglich sind.

Entweder du bist selbst ein Arsch, dann sind weitere Ärsche auch nicht weit und wir haben es mit einem Haufen Scheiße zu tun. Oder eben ein toller Mensch, dann kommt ein Kunstwerk der Natur zustande.

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Bavarian Metalheadz Festival

Bavarian Metalheadz Festival 2013

Interview mit „Animal“/ Benjamin Schweizer mit Petra M. Jansen auf dem Metalheadz Open Air Festival auf Gut Dettenhart im bayerischen Schwenningen.

Animal, wir stehen hier heute auf dem Metalheadz Open Air, dass von euch jedes Jahr im Mai veranstaltet wird. Das wievielte Festival ist das jetzt?
Dieses hier, also 2013, ist unser drittes Open Air Festival, das wir organisiert und durchgezogen haben.

Wer steht hinter der Planung und was ist der Beweggrund dafür, solch ein Heavy Metal Event zu organisieren?
Die Planung macht die Vorstandsschaft des Vereines, es sind acht Mann, die daran beteiligt sind. Ziel all unserer Aktivitäten ist die lokale, wie auch eine überregionale Förderung und auch der Erhalt der Heavy Metal Szene in Bayern.

Welche Bands sind im Laufe der Jahre beim Metalheadz Open Air Festival aufgetreten und welche Kriterien gibt es bei der Auswahl?

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Petra M.Jansen: Rudelficken

Rudelficken

Rudelficken als Therapie und gut besucht ist dieser Schwachsinn auch noch! Orgasmus-Schwierigkeiten werden nun im Kollektiv behoben. Hand in Hand, am Boden liegend fassen sie sich – unter genauer Anleitung des Meisters – gegenseitig an die Eier oder zwischen die Schenkel.
“Und? Passiert da was? Fühlst du es fließen?“

Der psychologisch ausgebildete Workshop-Betreiber reibt sich an seinem wachsenden Bankkonto, das die verklemmte Masse Woche für Woche, Tag für Tag in die Höhe schaufelt. Peepshow, Bordell, Gruppensex, Rudelbumsen – das unter dem Namen eines seriösen Seminars zur Wiederfindung deiner Sexualität. Aha!

„Probiert es mal alleine. Fühlt, wie heiß ihr seid. Fühlt, wie geil ihr werdet und lasst es zu!“, tönt der Sex-Guru und plötzlich stöhnen die Teilnehmer auf den Gummimatten, die uns auch schon im Fitnessstudio begegnet sind. Die sind noch nicht mehr ganz klar in der Birne, oder?

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Petra M.Jansen: Liebling

Liebling

Es sprach doch nur die Liebe.
Einzig und alleine sie. Die Trägerin der unbändigen Freude,
die Vertreiberin der Schattenwelten.
Sehnsuchts-anziehend und ausziehend streift sie sich über die Seele.
Bewegendes Geschenk der Natur. Lässt sprießen, was sonst nicht wächst.
Erregendes Geschöpf, mach mich kopflos und warm im Herzen.
Diesen Tod sterbe ich gerne.
Ist es der Tod der Ewigkeit, allzeit bereit, allzeit zur gnadenlosen, wundervollen
Gier bereit.
Es sprach doch schon mal die Liebe, die reine, wahre Liebe.
Sie tat weh und schmerzte.
Dachtest du, das sei Liebe?

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Petra M.Jansen: Nein!

Nein!

Ein Nein ist ein Nein. Und kein Ja.
Was ist so schwer daran zu verstehen?
Ist mein Nein kein nein? Ist mein Nein ein Vakuum, in dem nichts herrscht?
Eine Blase, eine ungefüllte Blase?
Keine Aussage, die ich ernsthaft spreche?
Rede ich umsonst?
Spreche ich und rede andersrum, meine ich es eigentlich ganz anders?
Warum sage ich es dann nicht einfach?
Aber das tue ich doch und ich sage nein.
Nein, zu etwas, was ich nicht will.
Etwas, was ich nicht mag, nicht kann, nicht darf, nicht habe.
Ganz einfach nicht will.

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Petra M.Jansen: Gestatten, sie halten einfach mal die Klappe!

Das sitzen sie nun in den Privaten zusammen auf der Couch, die Ex-Schlampe und der Ex-Fritze und hauen sich verbal und öffentlich die Hucke voll. Der Sohn lässt kein gutes Haar an der Mutter, Erziehungsversuche haben hier schlichtweg versagt, er tönt in die Welt hinaus „Mutter, du alte, fette Kuh!“ Fernseher an, zurücklehnen und Hirn abschalten. Sorgfältig lenkt uns die Verblödungsmaschine und wir fressen artig aus der Hand in diesem Land.

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SCARLATYNA

SCARLATYNA

Interview mit Chris Jamie Marino, geführt von Petra M. Jansen

Chris, du bist Vocalist der Band SCARLATYNA . Seit wann gibt es die Band schon?
Die Band wurde 1989 gegründet, ich selbst bin dort als Vocalist 1990 eingestiegen.

Bisher habt ihr mit „Scarlet Ball“ und „Till the end“ 1994 eure ersten Demo-Veröffentlichung gehabt und ihr hattet erstklassige Pressereferenzen. SCARLATYNA wurdet als echtes Highlight am deutschen Progressive-Himmel gefeiert. Warum kam danach nicht mehr sehr viel, was waren die Gründe?
Die Band hatte sich 1995 aus markttechnischen Gründen getrennt und wir hatten zudem einige Schwierigkeiten mit interessierten Plattenfirmen. Die vertraglichen Vereinbarungen gingen damals nicht mit unserer Vorstellung konform, wir fühlten uns nicht gut aufgehoben. Zudem kam unsere Musikrichtung – zu diesem Zeitpunkt – in Deutschland nicht richtig an. Die Zeit war wohl noch nicht reif, obwohl uns seitens der Musikmagazine ganz große Chancen eingeräumt wurden.

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