Archive for day August 15th, 2012

Auf Jobsuche

Gestern Abend habe ich im Auto eine interessante Sendung gehört. Es ging um die Art, wie man sich heute bewerben soll. Es zeichnet sich ein Trend ab, bei dem der Lebenslauf und der Bewerbungssbrief nur noch eine Nebenrolle spielen. In viele Fällen, so der Reporter, könnte man sogar darauf verzichten. Es kommt sehr viel mehr auf die Idee an, die jeder für sich selbst entwickeln kann. Im Klartext erwartet man vom Kandidaten, dass er Lösungen anbietet, die für eine Firma interessant sein könnten. Ich habe versucht mir zu überlegen,was das zur Folge haben kann. Würde es bedeuten, dass die Diplome nicht mehr so wichtig wären? Dass es viel mehr um die geistige Mobilität geht? Wenn es so wäre, könnte sich niemand mehr hinter einem mehr oder weniger ehrlichen Lebenslauf verstecken und so tun, als ob dies entscheidend wäre.

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Irgendwo auf der Suche …

Irgendwo auf der Suche …

Ich fuhr schon seit Stunden irgendwo durch Nordfrankreich, ich war müde. Die Straße im Schein der Autoscheinwerfer, monoton, lediglich gesäumt von Birken und Pappeln im Wechsel. Die kleinen Orte und Weiler lagen in tiefem Schlaf; im nächsten Ort fand ich einen Gasthof mit dem Vermerk: „Zimmer zu vermieten!“ Ich klingelte. Schlaftrunken öffnete der Wirt die Tür, einige Formalitäten. Ich wollte bis übermorgen früh bleiben, zahlte im Voraus.
Für den nächsten Tag nahm ich mir vor, auszuspannen. Ich besuchte den Ort, ließ die Harmonie des Dorfplatzes auf mich wirken und besichtigte einen weitläufigen Park mit historischem Hintergrund.
Das Abendessen nahm ich im Gutshof ein; jener hatte einen wunderschönen Innenhof, in der Mitte, er musste uralt sein, einen großen Birnbaum. Darunter setzte ich mich an einen Tisch, bestellte Foie gras, Spezialität des Hauses, eine Karaffe Wein und dachte über die Menschen und die Zeit nach.
Warm war die Nacht, die Gespräche der übrigen Gäste mischten sich irgendwann zu einem Wortbrei, einem Summen. Erst als die letzten Besucher sich erhoben und den Hof verließen, fiel mir der alte Mann hinten in der Ecke unter dem Dach auf. Nachdenkliche Miene, seine rechte Hand ruhte auf einem Buch mit Ledereinband; es musste wertvoll sein, obwohl abgegriffen. Linker Hand hatte er seinen Gehstock an der Mauer postiert. Wohl der Dorfälteste, war mein Gedanke. Er hatte meinen Blick bemerkt, erhob sein Glas und prostete mir zu. Ich tat es ihm gleich. „Komm rüber junger Freund! Lust auf einen Schwatz und eine Karaffe roten Wein?!“
Nun, warum nicht?! Man soll Land und Leute kennen lernen. So ging ich rüber, er hieß Jacques. Bodenständiger Humor, ihm wohl in die Wiege gelegt und zeitlebens gereift, hierzu eine rauchige Stimme und ein herzliches, kehliges Lachen, so blieb er mir in Erinnerung.

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August 15th

Thomas Dietsch

Einer flog über das Kuckucksnest

Youtube 2011

Einer flog über das Kuckucksnest. Film von Miloš Forman 1975

R.P. McMurphy fand in der psychiatrischen Anstalt ein menschenverachtendes System vor. Wegen seines Widerstandes gegen die Unterdrückung .. wurde er schliesslich einer "Lobotomie" unterzogen …
http://de.wikipedia.org/wiki/Einer_flog_über_das_Kuckucksnest

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August 15th

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