Risiko!
Mario B., ein Boutiquen-Besitzer, sollte eigentlich jetzt investieren, um seine Steuerlast zu vermindern. Er hatte vor, einen neuen Laden in einer Provinzstadt zu eröffnen. Noch immer sind italienische Klamotten hoch im Kurs. Nach einer eingehenden Marktstudie hat er herausgefunden, dass solch ein Geschäft durchaus eine Zukunft hat. Von den Fakten her, war das Risiko de facto minimal. Das, ausgehend vom heutigen „Ist-Zustand“.
Wie es morgen aussehen würde, kann niemand prognostizieren. Wie würde es mit den Bonitäten der Kreditinstitute stehen? Wären sie bereit ein mittelständiges Unternehmen weiter unter die Armen zu greifen? Zuerst nahm Mario B. Kontakt mit seiner Hausbank auf. Sein Berater, der ihn sonst mit einer bestimmten Lockerheit empfängt, war wie zugeknöpft. Er hatte von seiner Direktion den Auftrag bekommen, Vorsicht walten zu lassen. Kein Geld ohne reichliche Garantien. Früher war es für den Textilkaufmann kein Problem. Mit seinen acht Geschäften hatte er Polster genug. Heute aber genügt das nicht mehr. Könnte garantiert werden, dass die Läden im Fall eines Fiaskos von anderen übernommen würden?
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