Archive for day Juni 26th, 2012

Mail an Heike (4)

Mail an Heike (4)

Liebe Heike,

Zugegeben, auch ich habe Spaß, mit dir zu korrespondieren. Es ist schon spannend, jemand nur virtuell zu begegnen, durch Worte einzufangen. Das ist der große Unterschied zu einem „analogen Treffen“, um mich so auszudrücken, wie es heute gängig ist. Wenn ich dir in einem Café begegnet wäre, hätte ich niemals nach dem Wohlbefinden deiner Muschi gefragt. Das tut man als gut erzogener Mensch nicht. Nicht einmal mit Jenny, die mich seit einer Ewigkeit ertragen muss. Ich bin mir sicher, dass du das Wort „Schwanz“ ordinär gefunden hättest, auch wenn mein Hund Zerberus anderer Meinung ist. Wir armen Wesen haben leider Gottes nicht mehr die Gabe, mit ihm zu wedeln, wenn es uns danach ist!

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Wenn es um die Souveränität geht

Viele Menschen leben noch in der Illusion, dass die Souveränität ihres Staates eine Realität ist. Haben sie während der Krise nicht gemerkt, dass sie nur noch ein relativer Begriff ist? Die Entscheidungen werden global gefällt. Die Rating-Agenturen nehmen keine Rücksicht mehr auf nationale Gegebenheiten. Ihr Urteil scheint unabhängig zu sein, in Wirklichkeit wird damit Politik gemacht. Die USA können das Geschehen somit indirekt lenken. Wer schlecht notiert wird, begibt sich in große Schwierigkeiten.

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Lars Anders: Impressionen eines Fahrgastes (12)

Impressionen eines Fahrgastes XII

Schon von weitem höre ich die ausgelassenen Gesänge durch die unterirdischen Gänge hallen. Kaum habe ich die letzten Stufen zum Bahnsteig überwunden, strömt mir auch schon eine schwarz-rot-goldene Menschenmasse entgegen, die fröhlich fahnenschwenkend dem Ausgang entgegenstrebt. Sie tragen Hüte, Perücken, T-Shirts und andere Kleidungsstücke in den Landesfarben. Einige von ihnen haben sich sogar schwarz-rot-gold geschminkt. Fröhlich verschiedene Fangesänge intonierend, eilen sie an mir vorbei. Wahrscheinlich sind sie auf dem Weg zum nächsten Fan-Lokal, um das nächste Spiel ihrer Fußballnationalmannschaft gemeinsam beim Public-Viewing zu genießen. Obwohl ich mir überhaupt nichts aus der gerade stattfindenden Fußball-EM mache, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen.

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Zu zweit am Spreeufer

Jeff's Tagebuch
Zu zweit am Spreeufer

Dienstag, den 26. Juni, 17 Uhr 30:
Per iPhone: Ihr könnt vermuten, dass ich andere Dinge im Kopf hatte, als neue Einträge für´s Tagebuch zu schreiben. Deshalb melde ich mich heute später. Wir haben uns mit Nadine bei Gerd verabredet. Ich war ihm Geld schuldig und wollte sehen, ob es mir jetzt gelingen würde, Zerberus zu treffen. Der „da Vinci-Fan“ schien von Zuckerbaby angetan zu sein.
„Wenn du willst, zeige ich dir meine Kunstgalerie!“
Das konnte ich ihr nicht anbieten; nur mehr oder weniger verbrauchte Haut.
„Du Jeff, wir müssen unbedingt Ali wieder finden.“
„Das kann uns nur über Zerberus gelingen.“
Wie es so ist, wollte ich näher mit ihr Bekanntschaft machen. Versuchte diskret ihre Hand zu berühren. Plötzlich hörte ich eine bekannte Stimme:
„Du Boss, Hände weg! Hast du vergessen, dass du vergeben bist?“

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Petra M. Jansen: Enten beobachten

Petra M.Jansen - Signet
 
Enten beobachten
 
 
Einfach mal dasitzen, rumsitzen und nichts denken.
Gar nichts denken, aber das geht gar nicht.
Wir denken immer, auch, wenn wir denken, wir denken nicht.
Dann denken wir unbewusst und denken, dass wir nichts gedacht haben.
Und wenn Du nun denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst.
Denn das was du denkst, hast du schon längst gedacht.
Nun packst du es nur noch in Worte, in Sätze, in Aussagen.
Damit dein Hirn begreifen kann, was du so alles gedacht hast.

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Russische Neonazis

Youtube: 2010

 

Russische Neonazis überziehen ihr Land derzeit mit einer beispiellosen Welle der Gewalt. Sie prahlen mit Morden und stellen die Bilder der Taten anschließend ins Internet. Im Sinne ihres geistigen Führers tragen sie Hakenkreuze und recken den Arm schneller zum Hitlergruß als der russischen Regierung lieb sein dürfte. Denn das Endziel der Rassisten ist die Machtübernahme.

Photo
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Juni 26th

Videos

Geheimakte Ali

Jeff's Tagebuch
Geheimakte Ali

Dienstag, den 26. Juni, 1 Uhr Nacht:
Vor einer halben Stunde summte mein Handy. Eine raue Stimme am Ende der Leitung:
„Tut mir leid, deinen Fick unterbrochen zu haben, aber dein Köter hat mir einen Besuch erstattet!“
So fein und vornehm konnte sich nur Gerd ausdrücken. Wie man es nimmt, seine Sprache war wenigstens authentisch!
„Ich habe ihm eine Currywurst gegeben. Trotz Bedenken hat er sie hinunter geschlungen. Und dann wollte er noch eine Flasche Klaren. Ich wollte sie ihm nicht geben. Da fing er zu knurren an!“
Da konnte nur Ali im Spiel sein. Wie Sie sicherlich wissen, ist Zerberus Mitglied des Blauen Kreuzes; ein fanatischer Anti-Alkoholiker.
„Warum bist du ihm nicht gefolgt?“
„Spinnst du! Auf meine Wade habe ich ein Portrait der Joconda tätowieren lassen. Leonardo würde durchdrehen, wenn es beschädigt würde!“
Kann verstehen! Mein Hund wollte das Versteck von Ali, dieser Knallfigur nicht verraten! Morgen werde ich weiter nach Zerberus fahnden.

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