Mail an Heike (4)
Mail an Heike (4)
Liebe Heike,
Zugegeben, auch ich habe Spaß, mit dir zu korrespondieren. Es ist schon spannend, jemand nur virtuell zu begegnen, durch Worte einzufangen. Das ist der große Unterschied zu einem „analogen Treffen“, um mich so auszudrücken, wie es heute gängig ist. Wenn ich dir in einem Café begegnet wäre, hätte ich niemals nach dem Wohlbefinden deiner Muschi gefragt. Das tut man als gut erzogener Mensch nicht. Nicht einmal mit Jenny, die mich seit einer Ewigkeit ertragen muss. Ich bin mir sicher, dass du das Wort „Schwanz“ ordinär gefunden hättest, auch wenn mein Hund Zerberus anderer Meinung ist. Wir armen Wesen haben leider Gottes nicht mehr die Gabe, mit ihm zu wedeln, wenn es uns danach ist!
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