Sich der Krise anpassen!
Immer wundere ich mich, wie die Menschen mit der Krise umgehen. Nach einer ersten Zeit der Ratlosigkeit nehmen die Bürger allmählich diese Sonderumstände an und deklarieren sie zur Normalität. Das erleben wir heute in höchstem Maß in Europa. Die Hiobsbotschaften, die uns täglich erreichen, tröpfeln an uns vorbei Wir tun so, als ob alles paletti sei und machen keine Abstriche, auch wenn der Absturz droht. Vielleicht ist das die beste Methode, um zu überleben, aber Lösungen werden somit in die Ferne gerückt.
Das ist besonders stark in der Bundesrepublik zu verspüren. Dank gute Konjunkturdaten haben die Leute die Illusion, dass ihr Land ein Biotop des Wohlergehens ist. Ein Fels in der Brandung. Es wird bewusst ignoriert, dass die Armut trotz des Reichtums zunimmt. Da schaut man lieber weg. Aber auch hier ist ein Faktor der Anpassung zu registrieren. Viele Hartz Vierer gewöhnen sich an ihre Umstände; nehmen sie auf eine fatalistische Weise als ganz natürlich an. Trotz sehr geringer Mitteln arrangiert man sich mit dem Argument, dass ohnehin nichts zu verändern ist.
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