Jeff's Tagebuch
Report von Zuckerbaby
Samstag, den 30. Juni, 17 Uhr 30:
Endlich wieder zu Hause. Ich habe Nadine in einem Park beim Schöneberger Rathaus getroffen. Wenigstens werden wir dort nicht abgehört. In einem Café gibt es immer liebe Nachbarn, die interessiert mit lauschen. Nein, das wollen wir uns nicht antun.
„Du Jeff, ich würde diesen Ali nicht zu viel Vertrauen schenken. Es ist schon merkwürdig, dass er hier den Penner und anderswo den Gentleman spielt. Eines aber kann ich dir sagen, er verfügt über sehr viel Geld.“
Das konnte ich mir, bei den krummen Geschäften die er machte, sehr gut vorstellen. Aber das war nicht mein größtes Problem. Auf einmal hatte ich das dumpfe Gefühl, dass Zuckerbaby nicht ganz koscher ist. Es ist schon ein wenig dick aufgetragen, dass sie in einem Nu mit Ali „eine innige Bekanntschaft“ machen konnte. Kannten sie sich schon von früher? Dennoch wollte ich ihr nicht den Eindruck vermitteln, dass ich Zweifel hatte.
„Wie schätzt du den Einfluss der „Stillen Hilfe“ ein? Haben sie überhaupt noch etwas zu vermelden?“
„Wie man es nimmt, aber vergiss nicht, dass die meisten von ihnen uralt sind! Ich denke, dass wir es mit einem Auslaufmodell zu tun haben.“
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