Krieg macht krank!
Bei einem Amoklauf hat ein US-Soldat 16 Afghanen niedergeschossen, darunter 9 Kinder und drei Frauen. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um eine Einzeltat handelt. Diese Morde werden weiter das schon angespannte Verhältnis zwischen Washington und Kabul belasten. Vor ein paar Wochen die „irrtümliche Verbrennungen“ der Korane; heute diesen schrecklichen Vorfall.
Ich versuche mich in die Haut des Soldaten zu versetzen, der durchgedreht ist. Wahrhaftig ein schweres Unterfangen. Ich möchte versuchen zu verstehen, was in ihm geschehen ist. Das soll bitte als eine herbe Kritik gegen diesen völlig überflüssigen Krieg verstanden werden. Junge Leute werden in eine Region geschickt, in der sie nicht willkommen sind. Sie werden von der dortigen Bevölkerung mit größtem Misstrauen betrachtet und oft auch gehasst. Sie sind ganz einfach ein Fremdkörper. Die Meisten von ihnen haben nicht so recht eine Ahnung, warum sie dort kämpfen müssen. Das Argument, dass sie somit den Weltterrorismus aufhalten werden, ist ein Märchen. Sie haben bisher nur wenig gegen die fundamentalistischen dunklen Kräften anrichten können.
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