Fukushima ade?
Vor einem Jahr, am Freitag den 11. März 2011 um 14.46.23 Uhr (Ortszeit Japan), änderte sich die Welt. Ein Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala zerstörte die gesamte Küste 70 Kilometern östlich der Hauptinsel Honshu. Ein Tsunami erhob sich und überflutete mit einer 40 Metern hohen Welle unter anderem drei von sechs veralteten Reaktoren der AKW-Zentrale „Fukushima Daiichi“. Ein neues Tschernobyl war somit angesagt. In den folgenden Tagen gab es Explosionen auf dem Gelände. Die Regierung und die Atomlobby versuchten, die Tragweite der Katastrophe zu bagatellisieren. „Nein, es besteht keine Gefahr!“ Sehr lange wurde gewartet bis zuzugeben wurde, dass es doch eine Reaktor-Schmelze gegeben hatte. Der Supergau war eingetreten, aber niemand in Japan wollte dieses Wort in den Mund nehmen.
Die Presse machte das Spiel mit. War sie von den Wirtschaftskreisen bestochen worden? Eine Lüge, die von den Einwohnern der nahen Stadt Tokio nur mit größter Mühe geschluckt wurde. Die Millionenstadt konnte nicht auf Kopfdruck entleert werden. Wohin wären die Menschen geflüchtet? Das Chaos, das dadurch entstanden wäre, hätte kaum vorstellbare Maße eingenommen. Es galt deshalb, die Lage zu beschönigen und zu behaupten, dass die Ingenieure des Tepco-Konzerns alles im Griff hätten. Dass das bis heute nicht stimmt, ist offensichtlich. Nach Aussagen von ausländischen Spezialisten hätte die Zentrale schon längst dicht machen müssen, ganz einfach weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Aus Profitgründen wurde das nicht getan! Den Verantwortlichen wurden bis heute nicht der Prozess gemacht.
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