Archive for day März 10th, 2012

Fukushima ade?

Vor einem Jahr, am Freitag den 11. März 2011 um 14.46.23 Uhr (Ortszeit Japan), änderte sich die Welt. Ein Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala zerstörte die gesamte Küste 70 Kilometern östlich der Hauptinsel Honshu. Ein Tsunami erhob sich und überflutete mit einer 40 Metern hohen Welle unter anderem drei von sechs veralteten Reaktoren der AKW-Zentrale „Fukushima Daiichi“. Ein neues Tschernobyl war somit angesagt. In den folgenden Tagen gab es Explosionen auf dem Gelände. Die Regierung und die Atomlobby versuchten, die Tragweite der Katastrophe zu bagatellisieren. „Nein, es besteht keine Gefahr!“ Sehr lange wurde gewartet bis zuzugeben wurde, dass es doch eine Reaktor-Schmelze gegeben hatte. Der Supergau war eingetreten, aber niemand in Japan wollte dieses Wort in den Mund nehmen.

Die Presse machte das Spiel mit. War sie von den Wirtschaftskreisen bestochen worden? Eine Lüge, die von den Einwohnern der nahen Stadt Tokio nur mit größter Mühe geschluckt wurde. Die Millionenstadt konnte nicht auf Kopfdruck entleert werden. Wohin wären die Menschen geflüchtet? Das Chaos, das dadurch entstanden wäre, hätte kaum vorstellbare Maße eingenommen. Es galt deshalb, die Lage zu beschönigen und zu behaupten, dass die Ingenieure des Tepco-Konzerns alles im Griff hätten. Dass das bis heute nicht stimmt, ist offensichtlich. Nach Aussagen von ausländischen Spezialisten hätte die Zentrale schon längst dicht machen müssen, ganz einfach weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Aus Profitgründen wurde das nicht getan! Den Verantwortlichen wurden bis heute nicht der Prozess gemacht.

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Michael Homa: Frühlingsgefühle

Michael Homa: Frühlingsgefühle

Frühlingsgefühle

© Michael Homa

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März 10th

Fotos

Michael Homa

Sparten

Von Angesicht zu Angesicht: Kreuzfeuer zwischen Traum und Realität

Von Angesicht zu Angesicht: Kreuzfeuer zwischen Traum und Realität

Herr Traum:
Nicht ohne Grund hat mich Gott zu den Menschen geschickt. Ich soll sie verhelfen die Scheiße, in der sie leben, zu versüßen! Zugegeben, das ist Gehirnwäsche, aber besser das als die Realität! Dank meiner Tätigkeit, verhindere ich, dass viele sich eine Kugel in ihrem blöden Schädel einjagen oder sich am nächsten Baum erhängen!! Ich bin ein Philanthrop!

Frau Realität:
Marx hat schon gesagt, dass die Religion das Opium des Volkes ist. Ich würde diesen Begriff auf die Träumerei erweitern. Machen wir uns nichts vor! Es kommt nur darauf an, sich vollzufressen! Mit leeren Bäuchen kann nicht geträumt werden. Das kann nur mit einem gewaltigen Schuss Realität verwirklicht werden.

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März 10th

Allgemein

Politische Meinungen

Politische Meinungen

"Herr Läps, nehmSe doch nochma die Brille ab, ich geh nochma eben mibbem Puda üwa Ihre Stian – damitSe nich soo glänzen! Hä-Hä!"

"Im … im Radio?"

"Ach wissenSe, der Bayrische Rundfunk aaweitet da eindeutich und korrekt – political correct, of course – Hä-Hä! Wiad ja Allz aufezeichnet. Hä-Hä!
Dea Modratoa kommt so-foat!"

"Aha!"

"Gu'n Tach, Herr Läps! Herzlich willkomm'!
Wir zeichnen das hier alles auf; Sie könn'n und dürfen sich also versprechen, korrigieren – was Sie wollen …!
Herr Läps: Wie geht es Ihnen mit 'nem Präsidentschafts-Kandidaten GAUCK – oder hätten Sie vielleicht 'nen ganz persönlichen Wunsch-Kandidaten?"

"Grüß Gott! Schon! Da Polt ist mein Kandidat; der tät mir g'fallen."

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März 10th

S.Läps: Tick

Utopia

Youtube: ARTE 2010

Jeden Sonntag lädt ARTE zum Philosophieren ein. Der junge Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen.

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März 10th

Videos

Zwischen Traum und Realität

Mit der Kesselflickerei der letzten Jahre hat sich die Politik desavouiert. Es werden nur noch die Tagesgeschäfte mehr oder weniger schlecht erledigt. Es fehlt einfach an Visionen. Wer könnte schon behaupten zu wissen, wie sich die Zukunft abspielen wird? Die Parteien sprechen nicht mehr von Ideologien; noch weniger von Utopien. Auf der einen Seite mag das vernünftig zu sein, aber wo bleibt die Hoffnung auf bessere Zeiten? Sie ist einfach verschollen. Das überträgt sich auf die Zielrichtung der Parteien. Niemand wagt es, sich zu profilieren, aus Angst aufgrund der Geschehnisse Widerspruch zu erfahren. Es ist ein herumtapsen in der Dunkelheit. Damit kann niemand begeistert werden.

Anders in Frankreich, wo François Hollande Farbe bekennt. Die sozialistische Partei betrachtet sich als linke Alternative zum Establishment und scheut sich nicht, es laut zu verkünden. Das Programm geht in dieser Richtung, ohne Wenn und Aber. Es gehört jedoch in die Abteilung „Traum“ katalogisiert. Was die Realität daraus machen wird, kann man sich nur ausmalen. Mit Sicherheit wird der Präsident – sollten die Sozialisten gewinnen – wieder einiges verwerfen. Das hat leider auch Barak Obama getan. Es zeigt, dass der Spielraum zwischen Traum und Realität immer enger wird; dass die Hände der Politikern immer fester gebunden sind. Dennoch ist es erfrischend, wenn ein Wahlkampf an Tabus rüttelt. Das tut einfach gut, auch wenn es nicht immer effektiv ist.

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März 10th

Pierre's Meinung