Archive for day März 1st, 2012

Die freuen sich doch!

Was verbindet die 11.750 Mitarbeitern der Drogeriekette Schlecker und alle Hartz Vierer? Sie jubeln, weil Christian Wulff einen Ehrensold von 200 000 Euro pro Jahr erhält und das bis zum Exitus. Der einstige Bundespräsident und Party-Gänger soll doch nicht in die Armut gedrängt werden. So gesehen hat der Häusle-Besitzer ein glänzendes Geschäft gemacht. Bravo und drei mal Hurra! Dass diese Tatsache eine schallende Ohrfeige für all diejenigen ist, die im Leben herum krebsen, wird nicht in Rechnung gestellt. Sie sollen alles schlucken und die Klappe halten! Dazu kommt, dass das Präsidialamt nicht einmal die Ergebnisse der Untersuchung des niedersächsisches Parlament abgewartet hat. Das zeigt, wie in dieser Republik vorgegangen wird. Es wird Poker gespielt und wir sagen dazu Amen!

Genau, das Gesetz sieht diesen Ehrensold vor, aber hier zeigt sich, wie unanständig mit unseren Steuergeldern umgegangen wird. Es ist ein Hohn, dass eine Pappfigur, die weniger als zwei Jahre im Amt saß, zu solch einer Entschädigung kommt. Christian Wulff ist 52 Jahren alt. Sollte er noch 30 Jahren leben, was ich ihm sehr gönne, würden damit 6 Millionen in die Luft gejagt werden. Ich kann mich so aufregen wie ich will, daran wird sich nichts ändern. Das einzige, was mir übrig bleiben wird ist die Freude, die Geschichten der Familie Wulff in der Zeitschrift Gala beim Zahnarzt weiter lesen zu dürfen. Das sollte es mir wert sein!

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März 1st

Pierre´s Special

Aus der Sicht eines Neonazis

Ein Neonazi:
Komm mir nur nicht mit deinen leeren Sprüchen! Was hat mir deine scheiß Demokratie gebracht? Nur Stress. Ich habe keine Ausbildung, keinen Job. Meine Zukunft besteht nur aus Hartz IV. Toll! Ich pfeife auf deine Gesellschaft! Lauter Verbrecher!

Ein Sozialpädagoge:
Ein paar deiner Kumpel haben es zu etwas gebracht. Sie haben eine Lehre gemacht und verdienen ihr Geld. Du solltest nicht übertreiben: auch hier in den neuen Bundesländern gibt es Chancen. Man muss sie nur ergreifen!

Ein Neonazi:
Dass ich nicht lache! Diese angepassten Hunde werden wie Zitronen ausgepresst. Mit der Kohle, die sie Heim bringen, können sie kaum etwas anfangen. Zuviel um zu sterben; zu wenig um zu leben! Darauf kann ich leicht verzichten.

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März 1st

Allgemein

Peter Reuter: “Das Schreibgerät”

 

Aus dem Leben eines Schreibers…
Heute: „Das Schreibgerät“

Nein, heute keine Satire und keine Kurzgeschichte, heute erzähle ich einfach aus dem so bunten und vielfältigen Leben eines Schreibers. Sie werden verständnisvoll (hoffentlich) vermerken, er achtet auf wirklich jede Kleinigkeit. Wobei zuzugeben ist, Wahl und Einsatz des Schreibgeräts, es ist alles andere als eine Kleinigkeit – für diesen Schreiber.

Der Schreiber dieser Zeilen war und ist eine vielschichtige und individuelle Persönlichkeit. Auch in der Wahl seines Schreibgerätes drückt sich dies seit Beginn der Schreiberei mehr als aus.
Seit Jahren, eigentlich seit undenkbaren Zeiten, benutzte und benutzt er einen Kalligrafie-Füllfederhalter. Er würde nie Schleichwerbung machen, niemandem sagen, dass es ein Artpen von Rotring ist, jener mit der Rundfeder in der Federbreite B, er würde es niemals verraten.

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März 1st

Allgemein

Neonazis und ihre Musik

Youtube: 16.02.2012

Stern TV – 15.02.2012 Neonazis und ihre Musik

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März 1st

Videos

Die hinkende Republik

Am 20. Februar, direkt nach der Entscheidung Joachim Gauck zum Bundespräsidenten zu küren, hatte ich in einem aktuellen Beitrag betont, wie wichtig es mir erscheint, den Graben zwischen Ost und West ein zu ebnen. Dreiundzwanzig Jahre nach der Wende gibt es noch enorm viel zu tun, um mehr Gerechtigkeit zu erreichen. Zweifelsohne sind wir noch sehr weit entfernt von einer sozialen und wirtschaftlichen Einheit. Die Zahl der Arbeitslosen in den neuen Bundesländern ist nach wie vor sehr hoch; die Gehälter sind niedriger als im Westen. Dies können die bescheideneren Lebenshaltungskosten nicht ausgleichen. Kurzum: es herrscht weitgehend Unzufriedenheit über das Ungleichgewicht.

Sie werden mir mit Recht sagen, dass es solche Phänomene auch in anderen Ländern gibt. In Italien zwischen Nord und Süd; in Frankreich im Zentrum. Dennoch gibt es einen großer Unterschied: dort wurden keine Hoffnungen auf Besserung geweckt. Seit Jahrhunderten hat sich die Bevölkerung damit abgefunden. Anders in Deutschland! Der Westen erweckte den Eindruck, dass er im Stande sei, aus Wüsten fruchtbaren Boden zu machen. Es wurden den Ossies vorgemacht, dass sie nichts auf die Beine stellen könnten, – die Macher aus den alten Bundesländern aber alles im Griff hätten. Sehr bald würde Mlich und Honig fließen und genügend Kleingeld übrig bleiben, um einen Besuch bei Beate Uhse zu ermöglichen. Das unmittelbar nach dem Sturz der Mauer.
Dass das sehr übertrieben war, stellen die Leute heute fest. Sie haben den Eindruck missbraucht geworden zu sein. Das ist Gift für den weiter Aufbau dieser Republik.

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März 1st

Pierre's Meinung