Die freuen sich doch!
Was verbindet die 11.750 Mitarbeitern der Drogeriekette Schlecker und alle Hartz Vierer? Sie jubeln, weil Christian Wulff einen Ehrensold von 200 000 Euro pro Jahr erhält und das bis zum Exitus. Der einstige Bundespräsident und Party-Gänger soll doch nicht in die Armut gedrängt werden. So gesehen hat der Häusle-Besitzer ein glänzendes Geschäft gemacht. Bravo und drei mal Hurra! Dass diese Tatsache eine schallende Ohrfeige für all diejenigen ist, die im Leben herum krebsen, wird nicht in Rechnung gestellt. Sie sollen alles schlucken und die Klappe halten! Dazu kommt, dass das Präsidialamt nicht einmal die Ergebnisse der Untersuchung des niedersächsisches Parlament abgewartet hat. Das zeigt, wie in dieser Republik vorgegangen wird. Es wird Poker gespielt und wir sagen dazu Amen!
Genau, das Gesetz sieht diesen Ehrensold vor, aber hier zeigt sich, wie unanständig mit unseren Steuergeldern umgegangen wird. Es ist ein Hohn, dass eine Pappfigur, die weniger als zwei Jahre im Amt saß, zu solch einer Entschädigung kommt. Christian Wulff ist 52 Jahren alt. Sollte er noch 30 Jahren leben, was ich ihm sehr gönne, würden damit 6 Millionen in die Luft gejagt werden. Ich kann mich so aufregen wie ich will, daran wird sich nichts ändern. Das einzige, was mir übrig bleiben wird ist die Freude, die Geschichten der Familie Wulff in der Zeitschrift Gala beim Zahnarzt weiter lesen zu dürfen. Das sollte es mir wert sein!
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