Wenn David Goliath lahm legt
Ab heute Abend (21 Uhr) bis Donnerstag Morgen wollen die Vorfeldlotsen des Frankfurter Flughafens streiken. Die Verhandlungen, die sie mit dem Arbeitsdirektor Herbert Mai, einem ehemaligen Gewerkschafter, führten, sind gescheitert. Ihre Einzelgewerkschaft verlangt für die 200 Mitarbeitern eine erhebliche Lohnerhöhung, die bis zu 70% betragen kann. Wäre der Vorstand der Fraport darauf eingegangen, hätte es erhebliche Probleme mit dem Tarifvertrag des restlichen Personals gegeben. Hier handelt es sich um Tausende von Mitarbeitern! Es war abzusehen, dass der Arbeitgeber nicht darauf eingehen konnte. Er hat sich für den schlimmsten Fall gewappnet und behauptet, dass 80% der Flüge sichergestellt werden könnten, was die Mini-Gewerkschaft in Frage stellt.
Ein Ende des Konfliktes ist nicht abzusehen. Trotz Versicherung der Fraport, dass vieles reibungslos gehen wird, kommt es zwangsläufig zu Engpässen. Die Leidtragenden werden die Fluggäste und die Fluggesellschaften sein. Wenn man bedenkt, unter welchem finanziellen Druck sie sich bereits befinden, wird sich dieser Ausfall negativ auf die Bilanzen auswirken. Das bedeutet, dass 200 Streikende eine ganze Branche in Verlegenheit bringen können. Die Forderungen werden allgemein als überzogen betrachtet und können deshalb nicht akzeptiert werden.
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