Archive for day Januar 28th, 2012

Inkasso

Herr Athenapoulos liegt in der Intensivstation. Lauter Schläuche wurden angebracht um ihn am Leben zu halten. Sein Herz steht unter ständige Kontrolle. Die Kurven, die der Monitor anzeigt, sind zwar für den Laien kaum verständlich, aber sie scheinen ziemlich schwach zu sein. Die Ärzte haben ihn nicht in ein Wachkoma versetzt. Deshalb ist er in der Lage zu beobachten, was ihn umgibt.

Auf einmal öffnet sich die Tür des Raumes; zwei Gestalten ganz in grün bekleidet kommen hinein und nähern sich dem Patienten. Sie tragen eine Mundmaske, wie es in solch einer Station üblich ist. Dennoch hat er das Gefühl, dass diese zwei Menschen ihm nichts Gutes wollen.
„Sag uns nur nicht, dass du uns nicht hörst!“ Um keinen Verdacht zu erwecken, hantieren sie an den Geräten. „Du hast deine Verpflichtungen nicht eingehalten. Athenapoulos, du schuldest uns einen Haufen Geld! Du weißt schon, dass wir sehr unangenehm werden können!“

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Januar 28th

Pierre´s Special

Domina und Weichei im Streitgespräch

Domina:
Wenn Sie glauben, dass es mir Spaß macht die Domina zu spielen, irren Sie sich. Wo sind denn die Mannsbilder geblieben? Eine Frau möchte begehrt und erobert werden. Wir brauchen sowohl Zärtlichkeit als auch eine gewisse Stärke. Können Sie nachvollziehen, was ich damit meine?

Weichei:
Schon, aber die Zeiten haben sich geändert. Seitdem die Frauen so selbstbewusst geworden sind, machen wir es uns verdammt schwer. Wir haben ganz einfach Angst, enttarnt zu werden. Wenn wir angeben, die Lage dominieren zu können, stehen wir in Wirklichkeit eher hilflos da. Kurz und gut, sie überfordern uns total!

Domina:
Wie meinen Sie das? Glauben Sie wirklich, dass wir anders geworden sind, weil wir mit den Männern gleichberechtigt leben wollen? Das kann doch nicht sein, dass ein wenig mehr Gerechtigkeit derart unser gemeinsames Verhältnis verändert hat.

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Januar 28th

Allgemein

Coming Out

Coming Out

»Herr Doktor kommt sofort – bitte, nehmen Sie doch inzwischen Platz! – Hier! Bitte!«

Die herrische Geste und die hochnäsige Mimik der jungen Arzthelferin lassen keine Zweifel aufkommen, dass ihre ölige Freundlichkeit in der Rede ausschließlich dem Medizingeschäft dient.

Angelina entscheidet spontan, wieder einmal ihr mediteranes Aussehen in Szene zu setzen und die Italienerinnen-Nummer abzuziehen:
"Aah! Si, grazie!"

Sie beobachtet das kleine Luder scharf durch die Wimpern, während sie ihr die viereinhalb Silben schmalzig auf die Ohren schmiert.
A-ja! Geht doch! Angelina bemerkt mit tiefer Genugtuung zweierlei:
Die Andre zuckt eine Kleinigkeit mit dem Kinn nach oben und spannt zum Ausgleich den Hintern an; dabei drücken sich – für Konkurrenten unübersehbar – Cellulitegrübchen durch den dünnen, weißen Hosenstoff ab.

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Januar 28th

S.Läps: Tick

Partnerschaften in der Krise

Frans Eltern haben sich nach langen Ehejahren getrennt, und Vater Fine ist zurück zu seiner Mutter gezogen. Diese späte Trennung will Fran auf keinen Fall akzeptieren, denn sie ist der Meinung, dass ihre Eltern füreinander geschaffen sind.
Um die beiden wieder zusammen zu bringen, lädt Fran ihre zwei kettenrauchenden Großmütter Yetta und Nettie ein, um gemeinsam mit ihnen einen Maßnahmenkatalog für die Wiederversöhnung zu erarbeiten. Doch die beiden alten Damen haben keinerlei Interesse an der weiteren Aufrechterhaltung der Ehe ihrer Kinder.
Oma Yetta hat ihren Schwiegersohn nämlich schon immer für einen notorischen Versager gehalten, und Grandma Nettie ist mehr als froh, ihren verlorenen Sohn endlich wieder an ihrer Seite zu haben. Also bleibt Fran nichts anderes übrig, als im Alleingang in Aktion zu treten…

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Januar 28th

Videos

Sind Männer Weicheier geworden?

Was wird von den Männern überhaupt erwartet? Stärke, Entschlossenheit, Wille und natürlich auch Potenz. Sie müssen in der Lage sein, alle Situationen meisterlich zu überstehen. Auch wenn sich die Frauen emanzipiert haben und durchaus ihren Weg allein bestreiten können, erwarten sie, dass sie sich an den Partner anlehnen können; dass er ihnen Trost schenkt, wenn es notwendig ist. Ich hätte beinah vergessen: er soll Zärtlichkeit zeigen und äußerst einfühlsam sein!

„Das schaffen wir nicht meine Damen!“
Immer mehr sind wir überfordert, aber wagen es nicht offen zu sagen. Also lassen wir die Beziehungen schleifen, in Unverbindlichkeiten versanden. Dann wirft man uns mit recht vor, dass es uns an Charakter fehlt. Auf der andere Seite, werden wir als rabiat eingestuft, wenn wir auf den Tisch hauen, um uns endlich zu behaupten. Da kommt schon das Wort Macho vor. „Männer!“, heißt es dann abschätzig.

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Januar 28th

Pierre's Meinung