Archive for day Januar 26th, 2012

Kapitalismus ade?

Klaus Schwab, der Leiter des Weltwirtschaftsforum in Davos, hat in klaren Worten verkündet, dass der Kapitalismus in seiner heutigen Form nicht mehr tragbar sei. Auch wenn er sich noch immer für den freien Handel ausspricht, könnte es nicht sein, dass die Interessen ganzer Völker von einer Minderheit zertrampeln würden. Mitt Romney ist ein typisches Beispiel dafür! Ein rücksichtsloser Investor, der sich nicht scheute, Tausende von Menschen in das Elend zu treiben. Nicht nur die Arbeitslosigkeit erfasste sie, auch der Verlust ihrer Krankenversicherung. Hinzu kommt, dass Romney nur 16% Steuern bezahlte. Und ausgerechnet er möchte Präsident werden!

Sind die Leute blind? Wollen sie noch immer die Rolle des Opfers einnehmen? Die Heuschrecken-Firmen sollten so schnell wie möglich von der Bildfläche verschwinden. Aber wir sind sehr weit davon entfernt. Der Raubtierkapitalismus herrscht mehr denn je und bedroht jetzt ganze Staaten. Ich habe den Eindruck, dass sehr viele Menschen zwar wissen, was sie nicht wollen; viel weniger aber haben keine Ahnung, wie es sein sollte. Es ist leicht, über die Mängel eines Systems zu sprechen; viel schwieriger, Alternativen zu finden.

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Januar 26th

Pierre´s Special

Lars Anders: Sightseeing

Sightseeing

Langsam wich der Winternebel, der sich einer weißen Decke gleich über die Landschaft gelegt hatte, den ersten wärmenden Strahlen des Tagesgestirns. Glitzernder Raureif bedeckte Bäume und Sträucher und verlieh den Wäldern einen märchenhaften Glanz. Friedlich lag mein kleines Einfamilienhaus in der windlosen Stille des Neujahrsmorgens.

Blinzelnd trat ich aus der zum Haus gehörenden Garage, in der ich die letzten Stunden zugebracht hatte und wischte mir meine ölverschmierten Hände an einem fleckigen Tuch ab. Noch vor gut zehn Jahren hätte ich an einem Neujahrsmorgen wie diesem um diese Uhrzeit sicherlich noch gefeiert oder zumindest noch meinen Rausch ausgeschlafen. Aber meine Heirat und die Geburt meiner beiden Kinder hatten mir einen weitaus ruhigeren Lebensstil aufgezwungen. Zudem lebte ich seit nun mehr fünf Jahren in einem kleinen Dorf in Brandenburg und nicht mehr in der Großstadt. Allzu viel los war hier zu Silvester ohnehin nicht.

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Januar 26th

Kurzgeschichten

Lars Anders

Fundamentalisten unter sich!

Herr Levi:
Als jüdischer Orthodoxe muss ich mich streng an unseren Schriften halten. Nehmen wir zum Beispiel die Frauen. Ihre Rolle ist es, Kinder zu gebären und sich um ihre Erziehung zu kümmern. Aus meiner Sicht hat sie nichts auf der Straße zu suchen.

Herr Taliban:
Da wären wir uns einig. Sie bedeutet für den Islam eine ständige Gefahr der Versuchung. Wenn wir Männer schwach werden, sündigen wir. Das ist der Grund, warum wir den Frauen die Burka auferlegt haben. Sie darf sich nur in Gegenwart ihres Mannes mit offenem Gesicht zeigen!

Herr Levi:
Auch dem stimme ich zu, Herr Taliban! Es ist schon erstaunlich, wie nahe wir uns stehen. Sie nehmen sehr viel in Kauf, um Ihrer Religion eine neue Blüte zu verleihen. Und das geht nur, wenn sie im Alltag bewusst praktiziert wird. Auch so hart unser Vorgehen ist, es ist der einzige Weg, um die Menschheit zu retten!

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Januar 26th

Allgemein

Peter Reuter: Eine Geschichte über Kultur …

Eine Geschichte über Kultur und über Frauen und Männer – wie es halt so geht, und so…

Diese nachfolgende Geschichte macht auf das Deutlichste klar, ein Leben ohne Kultur ist für uns gebildete Europäerinnen und Europäer einfach nicht möglich. Selbst in der Brunftzeit, meist vom Männchen ausgehend, ist es in diesen Breitengraden geradezu unmöglich, auf die Kultur zu verzichten. Während in früheren Zeiten der Jahresball des Schützenvereins oder das Weinfest Ausgangspunkt für mannigfache Bemühungen einer bestimmten Art war, so sind es heute kulturelle Veranstaltungen.

Als besonderer Geheimtipp verweist man in einschlägigen Kreisen auf jene Veranstaltungen, welche man in neuem Deutsch gerne „Vernissage“ nennt. Und von einem besonders gelungen Ereignis, welches mit einem Mann, einem Sportwagen, einer Frau und einer Ausstellungseröffnungsfeier (das ist jetzt altes Deutsch und bedeutet Vernissage), davon soll jetzt berichtet werden.

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Januar 26th

Allgemein

Ultra-orthodoxe Antizionisten in Israel

Die ultra-orthodoxen Juden machen lediglich rund 20 Prozent der Bevölkerung Israels aus, arbeiten meist nicht und zahlen keine Steuern. Im krassen Gegensatz dazu steht ihr politischer Einfluss, zumindest in Jerusalem: Um den Charedim den lasterhaften Anblick von säkularen Jüdinnen in lasziven Outfits zu ersparen, müssen Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln nun hinten sitzen.

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Januar 26th

Videos

Die Macht der Orthodoxen

Was sich in Israel abspielt, lässt einen bitteren Nachgeschmack bei mir zurück. In einem Land, in dem die Gleichberechtigung zwischen Männer und Frauen groß geschrieben war, scheinen die Ultra-Orthodoxen ihre sturen Meinungen allmählich durchzusetzen. Was sie von sich geben, ist ein Abklatsch des iranischen Modells. Das bedeutet im Klartext die Diskriminierung der Frauen! Am liebsten würden die frommen Männer eine Art Apartheid erzwingen.
Für sie wäre es total in Ordnung, dass das weibliche Geschlecht von der Straße verschwindet. Auch sie plädieren für die Burka. Was ihre Bildung angeht, würden sie nicht viel anders handeln, als die Taliban. Das bedeutet für sie, dass Wissen für die Frauen schädlich sein kann. Die Letzteren haben nur eine Aufgabe: Gott zu dienen in dem sie Kinder gebären und ihre Männer befriedigen.

Dass die Orthodoxen nur 10% der israelischen Bevölkerung ausmachen, hat in dieser Frage nichts zu bedeuten. Manche ihrer Forderungen werden schon heute übernommen. Sie konnten aber noch nicht durchsetzen, dass Frauen keinen Führerschein machen dürfen, wie von ihnen gewünscht, aber ihre Freiheit wird immer mehr eingeengt Es geht schon so weit, dass in manche Bussen die Frauen nur hinten Platz nehmen dürfen. Eine Art, zu zeigen, dass die Männer dominant sind. Was wir Südafrika in den schlimmsten Zeiten der Apartheid vorgeworfen haben, ist dabei, sich in Israel in einem begrenzten Maß zu wiederholen. Mit dem feinen Unterschied, dass es hier nicht um die Schwarzen geht sondern um Frauen! Ist das eine Gefahr für die Demokratie? Ja wenn diese Gruppierung an Einfluss gewinnt, und das tut sie heute zweifellos.

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Januar 26th

Pierre's Meinung