Archive for day Januar 14th, 2012

Frankreich abgekanzelt

Und jetzt haben wir es! Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat neun Staaten der EU, darunter Frankreich und Österreich, die Top-Bonität entzogen. Diese Entscheidung mag aus finanziellen Gründen richtig sein, aber ist politisch mehr als bedenklich. Erneut stellt sich die Frage, was dieses Spiel bringen kann? Wenn der Geldhahn weiter geschlossen wird, wird sich in der EU kaum etwas ändern. Es wundert mich einmal wieder, dass die Finanzkreise nicht strategischer denken. Es kann nicht im Interesse der Weltwirtschaft sein, dass der Euro immer schwächer wird. Oder doch? Anstatt an den selben Strang zu ziehen, werden die Spekulanten ermuntert ihre Umtriebe weiter zu führen.

Natürlich muss gespart werden! Auch die Wirtschaft muss angekurbelt werden Darüber sind sich alle einig, aber handeln nicht entsprechend. Es ist an der Zeit, dass endlich die Börsen auch ihren Beitrag für die Menschheit leisten. Nicht nur für die Geldbarone!

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Januar 14th

Pierre´s Special

Im Bistro

Monsieur François:
Ich stehe für den sozialen Fortschritt. Kein Franzose darf sich benachteiligt fühlen. Ich möchte, dass jeder, der hier lebt, geachtet wird. Wir werden alles tun, um dies zu erreichen! Aber das kann nur unter dem Zeichen der Toleranz geschehen!

Madame Marine:
Toleranz für die Belange der Franzosen! Wir müssen zuerst unsere eigenen Interessen verfolgen, nicht die der Anderen, die uns nur an die Wand drücken wollen. Haben Sie nicht gemerkt, dass sie unser soziales System unterhöhlen? Warum sollten wir ihre Familien in ihren Ursprungsländern unterstützen?

Monsieur François:
Kommen Sie doch nicht immer wieder mit Ihrem endemischen Ausländerhass! Ich finde Ihre Hetzkampagne widerlich. Auch sie zahlen Steuern, sind an der Stabilität unserer Sozialversicherung beteiligt.

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Januar 14th

Allgemein

François Hollande

Der Präsidentschaftskandidat der Parti Socialiste (PS), Francois Hollande, erinnert in seiner Rede an die herausragende Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft als Motor der europäischen Einigung.

Auf dem SPD-Parteitag 2011 verspricht er, wenn die Franzosen ihm im kommenden Jahr das Vertrauen aussprechen sollten, dass er im Dienste Europas diese Freundschaft verstärken wolle.

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Januar 14th

Videos

Wahlkampf in Frankreich: Populismus – ja oder nein?

Die Wahlen für die Präsidentenschaft und das Parlament in Frankreich werden eine europäische Dimension bekommen. Es wird sich die Frage stellen, ob sich eine Tendenz, die wir leider zur Zeit in Ungarn erleben, auch jenseits des Rheins verstärken wird. Ich meine damit den Nationalismus. Diese Gefahr ist nicht zu bagatellisieren. Ich nehme nicht an, dass Marine Le Pen die Chance haben wird, in den Elysée-Palast einzuziehen, aber ihre Optionen werden kaum ignoriert werden können. Selbst François Hollande wird ein Akzent in Richtung Frankreich setzen müssen. Er wird, auch wenn es nicht seine primäre Absicht ist, die Entwicklung der EU in Frage stellen müssen.

Ohne eine gemeinsame politische und soziale Politik ist Stillstand für den Kontinent programmiert. Um den Populismus abzuwenden, muss jeder Wähler davon überzeugt werden, dass alles, was in Brüssel sich abspielt, seine eigenen Interesse fördert. Das heißt im Klartext: das Portemonnaie soll davon profitieren. So einfach ist das. Mit großen Reden ist es nicht getan. Auch die Tatsache, dass die Europäische Union für einen beispielhaften Frieden in Europa seinen Beitrag geleistet hat, wird kaum ankommen. Es wird allein um ein soziales Netz gehen, von dem jeder profitieren kann. In einer Zeit der finanziellen Ebbe, aber reine Illusion!

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Januar 14th

Pierre's Meinung