Archive for Januar, 2012

Alles Paletti, Frau Kommissarin?

Das war der Gipfel von Angela Merkel. Sie hat den Fiskalpakt unter Fach und Dach gebracht. 25 Ländern stimmten zu, außer Tschechien und England. Die Befürworter verpflichten sich zu sparen und führen die Schuldenbremse ein. In Europa soll ab sofort „deutsche Disziplin“ herrschen. Was die Idee einer Einsetzung eines Sparkommissars angeht, ist die Kanzlerin in letzter Minuten zurück gerudert. Auch wenn es aus finanzieller und wirtschaftlicher Sicht durchaus einen Sinn ergeben würde, mehr Kontrolle seitens der EU aus zu üben, ist das politisch nicht durchsetzbar.

Solange Europa nicht enger zusammen gerückt ist, kann es nicht sein, dass die nationale Souveränität derart umgangen wird. Das ist Musik von Morgen! Aber es geht hier nicht nur um eine Idee; viel mehr um einen Stil. Es ist äußerst unangenehm, dass diese Töne aus Berlin stammen. Deutschland sollte nicht abheben, sich nicht wie ein Krösus benehmen. Nur weil unsere Kassen voll sind, sollten wir nicht den Boss spielen. Das macht uns ganz einfach nicht beliebt! Trotz des Schlamassels, das uns Griechenland eingebrockt hat, ist es nicht unsere Aufgabe, das Land zu entmündigen. Hier geht es um Prinzipien, die eingehalten werden müssen: die des gegenseitigen Respekts. Auch wenn wir uns mit Recht ungemein ärgern, müssen wir diese Linie einhalten. Das sind wir uns selbst schuldig!

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Januar 31st

Pierre´s Special

An der Wallstreet

Der Reporter:
Es kann nicht in Ihrem Interesse liegen, dass die Rating-Agenturen so viel Macht ausüben. Auch Sie wurden abgewertet. Ist es nicht an der Zeit, dass Sie ein Machtwort sprechen?

Onkel Sam:
Wie Sie wissen, sind wir gegen zu große Einmischung des Staates in private Angelegenheiten. Deshalb haben wir es vorgezogen, diskret umzugehen. Es darf nicht den Eindruck erweckt werden, dass wir Druck ausüben. Wir würden uns sonst verleugnen!

Der Reporter:
Moment mal! Hat ein Staat nicht das Recht, sich zu wehren? Warum sollte er sich alles gefallen lassen?

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Januar 31st

Allgemein

Vorhang auf: SEX für alle!

Petra M.Jansen - Signet

 

 

Vorhang auf: SEX für alle!

Delikatessen werden anders serviert.
Lass´ doch mal sehen, wie du´s so treibst.
Und?
Geilst du dich schon auf, bei dem Gedanken dabei zu sein?
Früher musstest du dafür aus´m Haus,
kleine, dunkle Kabinen für den Blick in die Ritze.
Die Münzen fielen scheppernd in den Schlitz,
„peep!“
Abtropfen in der Zewa-wisch-und-weg-sauber-Manege,
ähnlich einer Beichtkabine und genauso verlogen.

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Januar 31st

Ethik

PJ´s 5 Minuten ...

Es geht auch mal ohne Überschrift…

von Daniela Schmidt, 27.01.12

Es geht auch mal ohne Überschrift

Wenn ich schreibe, schreibe ich mich ins Schreiben hinein und gleite förmlich von Wort zu Wort. Ich fühle mich durch einzelne Sätze und hüpfe auf meinen Absätzen, bis sich die Seiten von selbst umblättern. Das Schreiben gleicht einer Abenteuerreise, einer zur Schaustellung der eigenen Biografie, und es ist wohl bekannt, dass in geschriebene Seiten nicht nur ein ganzes Stück Seele, sondern auch biografische Anteile mit einfließen.

Wir Schreibende haben die Möglichkeit zu zaubern, zu entführen, den Leser mit zu nehmen, in eine neue Welt, die aus unserem Geist entspringt. Ich stelle immer wieder fest, dass schreiben seelisch sehr aufwühlend ist. Man bekommt Teile diktiert, von oben, unten, rechts, links, drinnen und draußen. Dann wieder fließt es, ohne darüber nach zu denken. Einige Stellen muss ich aus dem Unterbewusstsein ziehen, ja sogar ziemlich viele Passagen.

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Januar 31st

Allgemein

2012 – Jahr der Wahlen, Jahr des Wandels?

Gleich drei Großmächte entscheiden über einen Wechsel an der Staatsspitze: USA, Russland und China. Aber auch die Präsidentschaftswahl in Frankreich wird spannend.

US-Präsident Obama steht mächtig unter Druck, die Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise. In Russland dürfte nach menschlichem Ermessen Wladimir Putin erneut das Rennen machen, auch wenn die Kritik an ihm wächst. In China warten die Beobachter gespannt darauf, wohin sich das Land mit einer neuen Führung entwickeln wird.

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Januar 31st

Videos

Go on USA !

Was führt mich dazu, diesen Jubelschrei von mir zu geben? Ist Amerika meine neue Liebe? Habe ich endlich die Qualitäten unseren „big brother“ erkannt? Ich werde niemals leugnen, welche positive Rolle die GIs im zweiten Weltkrieg für Europa gespielt haben. Sie haben uns von der Diktatur befreit; den Menschen ihre Würde zurückgegeben. Das wollte ich vorab schreiben.

Wie sieht es aber heute aus? Nicht mehr so rosig! Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir nicht für voll genommen und eher als Versager betrachtet werden. Das ist schmerzhaft und das gehört sich nicht unter guten Freunden. Dass wir in zum Teil selbst verschuldeten Schwierigkeiten stecken, möchte ich nicht unterschlagen. Aber auch die USA haben ihren Anteil daran. 2008 haben sie uns in eine schlimme Finanzkrise mit hinein gezogen. Unser gesamtes Kreditsystem geriet ins Wanken. Mit letzter Kraft haben wir uns vor der Rezession retten können.

Ich denke, dass wir uns gegenüber den USA fair verhalten haben. Heute stecken wir selbst in einem Finanzmorast. Anstatt uns effektiv unter die Arme zu greifen, wird immer wieder Kritik aus Washington geübt: „Spart euch nicht zu Tode; kurbelt lieber die Wirtschaft an!“, so die Drehleier von der US-Regierung. Mit welchem Geld das geschehen soll, bleibt im Unklaren. Außerdem finde ich es ein wenig dreist, gute Ratschläge von einem Land zu bekommen, dass genauso wie wir in der Tinte steckt!

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Januar 31st

Pierre's Meinung

Tante Merkels Säugling!

Gestern Abend habe ich an einer seltsamen Vorstellung teilgenommen. Anstatt mir den Tatort anzusehen, habe ich mir das Interview von Nicolas Sarkozy angetan. Er wurde von vier Journalisten befragt und gab während mehr als einer Stunde dem französischen Volk einen Überblick seiner zukünftigen Finanz- und Wirtschaftspolitik. Aber nicht nur das. Wie es seine Art ist, hat er auch Aktivismus an den Tag gelegt. Die Mehrwertsteuer wird um 1,6% angehoben, von 19,6 auf 21,2%. Damit will er die Unternehmen entlasten, die bisher die Familienpolitik finanzierten. Das ist ein eindeutiges Geschenk für die Arbeitgeber.
Er geht davon aus, dass das ersparte Geld die Arbeitskosten reduzieren wird und dass dadurch die Firmen nicht mehr auswandern werden. Das ist meiner Meinung nach eine reine Illusion! Wenn man die Produktionspreise in den Schwellenländer in Betracht nimmt, können wir einfach nicht mithalten. Das Geschenk wird ganz einfach in die Taschen der Bosse fließen und das war es!

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Januar 30th

Pierre´s Special

Karl Feldkamp: Kreative kommen durch

Karl Feldkamp

 

Kreative kommen durch

Als aufmerksame Bewohner des Autofahrerlandes Deutschland ist Ihnen das Phänomen sicherlich schon aufgefallen: Immer weniger Autofahrer und -fahrerinnen zeigen mit blinkenden Lichtzeichen ihre Absicht zur Richtungsänderung an. Es gilt zu erraten, ob und wann ein PS-starker, allradgetriebener, mit Matsch bespritzer Geländewagen vor Ihnen ohne Vorankündigung die Autobahnspur wechselt. Im Gelände käme sein Fahrer schließlich auch nicht auf die Idee, die Richtung anzuzeigen. Verkehrsteilnehmer sollen halt vorausschauend erspüren, welche Richtung im übrigen nicht nur Gelädewagen sowie forsche BMW- oder Audi-Fahrer einzuschlagen gedenken. Selbst Kleinwagen schließen sich da nicht aus.
Allein Sonntagsfahrer mit Hut und bestrickter Toilettenpapierrolle auf der Ablage ihrer Limousine halten verlässlich die (mittlere) Spur.

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Januar 30th

Karl Feldkamp

Ausreden eines Kindermörders

Der Anwalt:
Ist Ihnen bewusst, was Sie getan haben? Sie haben ein Kind ganz einfach ermordet, weil Sie sich an seiner Mutter rächen wollten. Wie soll ich Sie überhaupt verteidigen? Welche Argumente soll ich vorbringen?

Der Kindermörder:
Das ist Ihr Job, Herr Anwalt. Was passiert ist, ist nicht mehr rückgängig zu machen. Da bisher niemand eindeutige Indizien bringen konnte, habe ich vor, meine Tat zu leugnen. Gehen Sie daher davon aus, dass ich unschuldig bin! Es wird Ihnen dabei schon etwas einfallen.

Der Anwalt:
Das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Ihr Verhalten ist nicht vertretbar. Am Liebsten würde ich mein Mandat zurück geben. Aber da jeder Mensch ein Anrecht auf eine Verteidigung hat, werde ich es nicht tun. Es wäre daher gut, dass Sie sich schuldig bekennen.

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Januar 30th

Allgemein

HG Albrecht: Augenflirt

Augenflirt

Sie stand plötzlich da
An der Kasse im Supermarkt
Um zu bezahlen.

Eine Frau wie von einem anderen Stern…
Uns’re Blicke trafen sich kurz

Dann noch einmal.

Es lag Verstehen darin
Und Verlangen.

Mein Herz pochte bis zum Hals.
Sie ging, ohne sich umzudrehen.
Ich sah sie nie wieder.

© Hans-Günter Albrecht

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Januar 30th

Allgemein

Der rätselhafte Kindermord

Am Beispiel von Kindermordfällen, wird die Frage der Motivierung, die zu diesen Fällen führten, analysiert.

youtube 18.11.2011

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Januar 30th

Videos

In der Haut eines Mörders

Zur Zeit findet in München ein Prozess statt, der mich sehr bewegt. Es geht um die Tötung von zwei Mädchen am 24. März 2011 in Krailling, an der Peripherie der Landeshauptstadt. Der Onkel soll der Täter gewesen sein, und das aus Habgier. Es ging um eine Erbschaft. Der ehemalige 51jährige Postbote hatte sich mit dem Bau seines Hauses völlig überfordert und war nicht mehr in der Lage, seine Schulden zu bezahlen. Es gab für ihn nur eine Lösung: seine Schwägerin und seine Nichten zu eliminieren. Wenige Tage nach dem grausamen Vorfall, fand man am Tatort seine DNA-Spuren. Thomas S. schweigt seitdem und leugnet alles.

Hat er noch immer die Illusion, dass er alles rückgängig machen kann? Was will er damit erreichen? Niemand wird ihn für voll nehmen. Die Wissenschaft hat ihn bereits verurteilt. Und wie wäre es mit einem Leben in der Freiheit bestellt, sollte er mangels Indizien frei kommen? Kaum auszudenken! Kein Mensch würde mit ihm noch etwas zu tun haben wollen. Auch wenn ich der Überzeugung bin, dass er der Mörder ist, ist er es noch nicht offiziell! Bis dahin muss ich Zweifel walten lassen, so schwer es mir auch fällt.

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Januar 30th

Pierre's Meinung