Archive for November, 2011

Was tun, wenn ein Haus brennt?

Wenn ein Haus brennt, wird normalerweise die Feuerwehr gerufen. Bis sie kommt, versucht man, die Menschen zu retten, die von den Flammen erfasst werden könnten. Schnelles Handeln ist die einzige Alternative. Es geht um Menschenleben. Das ist für jeden logisch und verständlich, aber etwas ganz anders geschieht beim Haus Europa. Während überall neue Brandherde sich entzünden, versucht die Kanzlerin neue Pläne zu schmieden für danach. Aus ihrer Sicht soll zuerst darüber entschieden werden, bevor die Feuerwehr effektiv eingreift. Daher auch ihre Ablehnung der Eurobonds. Sie hat zwar den Rettungsfond mit initiiert, aber er hat Mühe, in Gang zu kommen. Dass die vorhergesehene Summe bei weitem für einen Neuanfang nicht reicht war, von Anfang jedem klar.
Mit einer Garantie von 25% erhofften die Finanzminister, die Notreserven auf 1000 Milliarden erhöhen zu können. Der asiatische Finanzmarkt hat dieses Angebot aber offensichtlich als zu riskant betrachtet. Das kann ich durchaus verstehen. Im jetzigen Chaos sieht niemand, wohin die Reise geht. 

weiterlesen »

Photo
as

November 30th

Pierre´s Special

Pisa gegen Stuttgart

Pisa gegen Stuttgart

Vielleicht liegen die Schwierigkeiten der praktizierten Demokratie unter der Tatsache vergraben, dass es sich um einen griechischen Begriff handelt.
Mittlerweile weiß wirklich jeder, alle Probleme kommen von den Griechen!
Außerdem, Pisa ist ja bekanntlich eine griechische Stadt, – äh – nein?
Aah! So …, italienisch …, aber – Italien liegt doch neben Griechien, oder?
Na also!

Und Pisa ist nämlich schuld, dass jetzt die Demokratie in diesem 21. Stadtbezirk von Stuttgart begraben wird.
Pisa ist auch schuld, dass Deutschland seine Leseschwäche, in Tateinheit mit mangelndem Textverständnis, entdeckt hat.
Sobald man das geschnallt hat – muss ja nicht gleich alles an einem Tag verstanden werden, weiß man, dass die Volksabstimmung über einen Bahnhof nur eine Verschwörung sein kann; denn logischerweise wird nur noch Bahnhof verstanden.

weiterlesen »

Photo
as

November 30th

S.Läps: Tick

Von Angesicht zu Angesicht: In der Baumschule

Herr Bonsai:
Gib doch nicht so an! Ich kann genauso uralt werden wie du!

Herr Baobab:
Aber sicherlich nicht so stark! Im Gegensatz zu dir habe ich eine gute Übersicht über alle Dinge dieser Welt. Ich weiß eine Menge über das wirtschaftliche Wachstum zum Beispiel! Hätte ich einige Rezessionen erlebt, würde ich bei weitem nicht so kräftig sein. Das ist doch bei dir nicht der Fall!

Herr Bonsai:
Da ich sehr bodenständig bin, habe ich die Zeit, mir viele Gedanken über unsere Zukunft zu machen. Ich werde nicht immer wie du von Nichtigkeiten abgelenkt. Du musst sehen, wie du mit einem Orkan zurecht kommst. Da ich Platz in einer Wohnung finden kann, berührt mich das nicht.

weiterlesen »

Photo
as

November 30th

Allgemein

Die Grenzen des Wachstums

bei Youtube: 2010

Wouter van Dieren, IMSA Amsterdam, Club of Rome

Photo
as

November 30th

Videos

Zum Wachstum verdammt!

Vor einigen Tagen habe ich im Auto ein Interview mit dem Schweizer Ökonom Mathias Binswanger gehört. Der Autor der „Tretmühlen des Glückes“ (2006) vertritt die logische Ansicht, dass die Wirtschaft nur zum Wohl der Menschen ihren Beitrag leisten sollte. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, geht es darum, den Begriff „Glück“ tiefer zu definieren. Bedürfnisse, wie Essen oder Wohnen, sollten gedeckt werden. Es beinhaltet auch die Fürsorge für die Schwächeren. Aber wie wir wissen ist das Wohlergehen nicht messbar; nicht wie beim Bruttoinlandsprodukt (BIP), das durch Zahlen belegbar ist.

Glück ist außerdem eine sehr individuelle Sache. Also kann es nicht in Statistiken festgelegt werden, was manchem eher seltsam vorkommt. Es stellt sich unwillkürlich die Frage, wie Wohlbefinden entstehen soll. Viele Geschäftsleute und Manager werden die Auffassung vertreten, dass dies nur durch Wachstum möglich ist. Auf dem ersten Blick scheint das logisch zu sein, aber wenn man weiter denkt, kommen Fragen zum Vorschein, die das widerlegen. 

weiterlesen »

Photo
as

November 30th

Pierre's Meinung

Josef Goebbels lässt grüßen!

Heute hätte ich über die Eurokrise, über den Castor-Transport oder das Zerwürfnis zwischen den USA und Pakistan einen Kommentar schreiben können.

Aber eine andere Nachricht bewegte mich mehr. Sie stand nicht auf der ersten Seite meiner Zeitung, auch nicht auf der zweiten, erzeugte aber bei mir blankes Entsetzen.

Die Neonazis sollen immer wieder ein historisches Foto von den Widerstandskämpfern der „Weißen Rose“ für ihre Propaganda missbraucht haben. Es wurde am 23. Juli 1942 am Münchner Ostbahnhof geschossen und zeigt Sophie Scholl, ihr Bruder Hans und Christoph Probst, die Soldaten auf den Weg Richtung Russland verabschiedeten.

Dieses Motiv ist zur Ikone des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus geworden. In erster Linie das Bild von Sophie, die am 22. Februar 1943 hingerichtet worden ist. Gerade dieses Portrait, das von den Neonazis im Sepia-Ton reproduziert wurde, dient als Unterlage zu folgenden Parolen: „Volksverräter sind keine Helden! Deutschland wach auf! Kampf der Antifa!“

Und das in rot-schwarzen Lettern. Das tut weh! Wenn es Menschen gab, die für die Ehre Deutschlands ihren Beitrag geleistet haben, waren es die Geschwister Scholl.

weiterlesen »

Photo
as

November 29th

Pierre´s Special

Von Angesicht zu Angesicht: Freiheit? – Unerwünscht!

Der Politiker:
Ich gebe Ihnen recht: die Kinder sollen sich frei ausdrücken können; ihre Meinung kund tun. Unser Ziel ist es, mündige Bürger groß zu ziehen. Wie Jean-Jacques Rousseau sagte….

Die Kindergärtnerin:
Deshalb habe ich mich entschlossen, eine philosophische Werkstatt ins Leben zu rufen. Hier werden die Kinder die Möglichkeit haben, das zu sagen, was sie bedrückt, was sie freut. Kurzum: lernen, sie selbst zu sein.

Der Politiker:
Das kann ich nur begrüßen, aber glauben Sie, dass unsere Kleinen überhaupt fähig sind, Gedanken zu entwickeln? Sollen sie nicht eher gelenkt werden? Als Erwachsene haben wir viele Erfahrungen gesammelt, die wir ihnen vermitteln können!

weiterlesen »

Photo
as

November 29th

Allgemein

Petra M. Jansen: Ausgelaugt und rausgekotzt

Petra M.Jansen - Signet

 

Ausgelaugt und rausgekotzt

 

Der Individualist wird gepflegt, da ist was anders –
viel besser als alle Anderen. Wir hören alle hin !
Nun schaut doch mal ! Wie brilliant !

So verdammt eigen, nichts darf dieser aufblühenden Rose die zarten
Knospen stutzen, da steckt gigantisches Potential drin und wir wissen noch gar nicht alles.
Gepflegt und gehegt – gar als neues Kulturgut angesehen.

weiterlesen »

Photo
as

November 29th

Kunst

PJ´s 5 Minuten ...

Musik in der Kindererziehung

bei Youtube: am 18.01.2010

Musik macht intelligent: Ob diese These stimmt,untersucht der Pädagoge Andreas Doerne im Berliner Musikkindergarten. Der wurde vor vier Jahren eingerichtet,auf Anregung von Daniel Barenboim,dem Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper. Von klein auf lernen die Kinder hier den Umgang mit Musik. Deren Nutzen für die Entwicklung bestätigt auch Doerne: Musik sei zwar kein Wundermittel für eine besser Welt,aber sie fördere die geistige Entwicklung,von der Sprachfähigkeit bis hin zu einem mathematischem Grundverständnis.

Photo
as

November 29th

Videos

Denken? – Gift für die Macht!

Auf einer Tagung in Genf am 18. November 2011 hat die deutsche Therapeutin, Pädagogin und Schriftstellerin Clara Welten ihren philosophischen Kurs für Kleinkinder vorgestellt. Er hat als Ziel, die Kids zum Nachdenken zu animieren. Das tun sie instinktiv, aber werden oft von der Welt der Erwachsenen daran verhindert. Viele Eltern haben Angst, keine Antworten parat zu haben und wollen nicht als Versager da stehen.

Die Grundidee dieser Initiative finde ich sehr wertvoll. Sie ist nicht nur kindergerecht, vielmehr ein Signal in Richtung Gesellschaft. Auch uns Erwachsene könnte es nicht schaden, mehr nachzudenken.
Aber das ist nicht gewollt. Wer denkt, könnte Unruhe stiften, und das stört. 

weiterlesen »

Photo
as

November 29th

Pierre's Meinung

Pierres Special: Großer Bahnhof für den Bahnhof!

Es wird ihn nun doch geben, den großen Bahnhof von Stuttgart. Mit mehr als 58% hat sich das Volk für den Bau des 21. Jahrhundertprojekts entschieden. Ich werde hier nicht mehr über den Sinn oder Unsinn dieses Vorhaben schreiben. Es geht mir viel mehr darum, den Grund dieser Entscheidung zu analysieren. Von der Logik her hätte die heutige Finanzlage in Europa bei diesem Vorhaben zu einer Vollbremsung führen müssen. Auch in der Bundesrepublik sind die Kassen klamm, selbst dann, wenn der Steuerzahler entlastet werden sollte.

Vor allem die Kommunen suchen verzweifelt nach Geld, um ihre sozialen Einrichtungen aufrecht zu erhalten, wie zum Beispiel die Kitas. Es ist abzusehen, dass die Entscheidung in Zukunft jedem Kind einen Platz zu gewähren, nicht eingehalten werden kann. Auch in anderen Bereichen wird kräftig mit dem Rotstift hantiert. Unter diesen Umständen ist es schon merkwürdig, dass gerade im Land der Erbsenzähler ein Milliardenprojekt, dessen Nutzen sehr fraglich ist, abgesegnet wird. Das stimmt mich nachdenklich.
Für ein Anlass, mich in den Köpfen unseren schwäbischen Freunde um zu schauen und ihre Wahl besser zu verstehen.

weiterlesen »

Photo
as

November 28th

Pierre's Meinung

Karl Feldkamp: müllprobleme

Karl Feldkamp

 

 

 

 

müllprobleme

wollte kühle abendluft aufsaugen
ohne songs aus nachbars musikmaschine
war auf stille eingestellt und lindenblütenduft

grillrauch stieg auf vom balkon
ein stockwerk tiefer stritten Aslans
über küchenphilosophische fragen

weiterlesen »

Photo
as

November 28th

Karl Feldkamp