Wenn ich am Morgen den Dienst antrete, weiß ich nicht, wie viele Patienten die Nacht überlebt haben! Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren in der Palliativ-Station einer Klinik in Berlin. Ich habe mir vorgenommen, Menschen in einen friedlichen Tod zu begleiten. Als Krankenpflegerin habe ich sehr engen Kontakt mit ihnen und empfinde immer Trauer, wenn einer gehen muss.
Wie kann ich mit dieser Last leben? – Nur der Glaube gibt mir die Kraft dazu. Ich habe mein ganzes Leben danach ausgerichtet und habe bewusst auf eine Familie verzichtet. Das hätte ich ihr nicht antun können. Die tägliche Konfrontation mit dem Sterben verlangt meine ganze Energie.
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