Dass Nicolas Sarkozy die Initiative ergriffen hat, in Libyen aktiv vorzugehen, ist Ausdruck der französischen Mittelmeer-Strategie. Ihre Wurzeln sind bis zur Kolonialzeit zu verfolgen! Nordafrika, als unmittelbarer Nachbar, wurde schon seit langem als Einflussgebiet betrachtet und auch so behandelt. Mit dem Ende des Algerienkrieges verlor Frankreich an Einfluss. Dies schwächte die Lage der Grande Nation in der Welt. Hinzu kam, dass Frankreich in Teilen Schwarzafrikas nicht mehr punkten konnte. Die Chinesen beherrschen dort schon längst die Märkte. Eine Tatsache, die sich für die Europapolitik unserer Nachbarn ungünstig auswirkte.
Kein Wunder also, dass der Präsident den Versuch unternahm, eine Mittelmeer-Union aus dem Hut zu zaubern.
weiterlesen »